Neue Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte

KNOPF DRAN! Eine Kulturgeschichte der Knöpfe
Verlängert bis 17. Januar 2021
 

Knöpfe sind ständige Begleiter in unserem Alltag, aber sie werden kaum wahrgenommen. Erst wenn sie fehlen, werden wir auf die kleinen Helfer aufmerksam.

Die Geschichte der Knöpfe begann etwa vor 6000 Jahren. Aus der Epoche der Jungsteinzeit sind runde Objekte aus Stein mit geometrischen Mustern bekannt, die zunächst aber als Schmuck und nicht zuletzt als Zeichen des Wohlstands dienten. Erst im Spätmittelalter kam die Verschlusstechnik aus dem Orient nach Europa.

Wie praktisch das Verschließen der Kleidung mit den runden Scheiben ist, die man annäht und dann durch einen Schlitz im Bekleidungsstoff schiebt, erfuhren die Europäer erst im 13. Jahrhundert. Der rasante Siegeszug des Knopfes unterstrich jedoch die Genialität der einfachen wie praktischen Verschlusstechnik. Der Knopf beeinflusste nicht nur maßgeblich die Mode, sondern brachte auch neue Berufszweige hervor.
 
Die neue Sonderausstellung "Knopf dran!" zeigt verschiedene Anwendungsbereiche der Knöpfe, aber auch schöne, dekorative "Schmuck"stücke, welche der Kleidung eine besondere Note verleihen. Ob Knöpfe aus Perlmutt, Rosenholz, Hirschhorn oder mit Stoffbezug - der Vielfalt der Materialien, aus denen Knöpfe hergestellt werden, wird ebenfalls Rechnung getragen. Ein Teil der Knopf-Ausstellung ist der hier ehemals ansässigen Knopfindustrie gewidmet. Ein Kapitel beleuchtet die Geschichte der "Chnopfi", der Firma Raymond in Lörrach, deren Anfänge auf die Herstellung von Druckknöpfen zurückgeht. Zahlreiche Objekte zeigen die Entwicklung und die historische Produktpalette des Lörracher Unternehmens.
 

Die Ausstellung ist jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet und wird bis zum 17.01.2021 zu sehen sein.

 

Museum Weiler Textilgeschichte

Die Dauerausstellung
 
Drei große Textilansiedlungen werden im Museum Weiler Textilgeschichte beim Kesselhaus dokumentiert: die Färberei & Appretur Schusterinsel, die Färberei & Appretur Schetty (das Glashaus als denkmalgeschütztes Gebäude am Dreiländereck ist das einzige Relikt hinter dem Rheincenter) und die Seidenstoffweberei Robert Schwarzenbach, die als letzte produzierende Textilindustrie Friedlingens 1982 ihren Betrieb einstellte. In der ehemaligen Schlosserei und Schreinerei kann Arbeitsgeschichte mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Beide Räume wurden mit ihren historischen Maschinen aus den Zwanzigerjahren, mit ihren Transmissionsriemen, Werkzeugen, dem charakteristischen Ölgeruch und zahlreichen Relikten der Arbeitswelt liebevoll gepflegt und restauriert. In der Schreinerei sind auf Luftbildern die Stationen der Industriegeschichte zu sehen, Musterbücher dokumentieren die Produktpalette. In kleinen Sonderausstellungen zeigt die Kuratorin Simone Kern unterschiedlichste Aspekte des Arbeitslebens und der Erzeugnisse dieser Textilepoche. Die Industriegeschichte der Grenzstadt Weil am Rhein ist zwischen 1880 und 1982 maßgeblich von der Textilindustrie geprägt worden.
 
Öffnungszeiten:

Jeden Sonntag im Monat von 14.00 - 18.00 Uhr  und bei Wochenendveranstaltungen im Kulturzentrum
Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage
 
MUSEUM WEILER TEXTILGESCHICHTE
79576 Weil am Rhein Friedlingen - Am Kesselhaus 23 - www.museen-weil.de
 
Kontakt:
Kulturamt Stadt Weil am Rhein, Simone Kern, Humboldtstr. 2, 79576 Weil am Rhein
Telefon: + 49 (0)7621 704416 - Mail: kulturamt@weil-am-rhein.de; s.kern@weil-am-rhein.de

Kulturzentrum Kesselhaus e.V.
Am Kesselhaus 13
D 79576 Weil am Rhein

 

Informationen zu Veranstaltungen:

Tel. +49 7621 704 412 (städt. Kulturamt)
info@kulturzentrum-kesselhaus.de

Gefördert von