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Dienstag, 27. Oktober 2020

Virtuelle Liste der Aussteller - Kunsthandwerkermarkt 2020

Eine Liste der virtuellen Aussteller finden Sie unter der Rubrik "Märkte"

Montag, 28. September 2020

Neue Ausstellung Fotogesellschaft Dreiland im Atelier 5

Die Fotogesellschaft Dreiland (FGD) hat sich trotz Corona zu einer spontanen Ausstellung entschlossen, an der 14 Mitglieder ihre Werke zeigen. Sie kann jeweils mittwochs und sonntags im Atelier5 im Kesselhauszentrum besucht werden.
 
Um die Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können, muss man sich am Vortag bis 17 Uhr anmelden.
Besichtigungen am Mittwoch bitte bis Dienstagabend 17:00 Uhr,
Besichtigungen am Sonntag bitte bis Samstagabend 17:00 Uhr über b.s.wissgott@gmail.com
 
Eröffnungstermin ohne Vernissage: 30.09.2020 von 18:00 bis 20:00 Uhr.
Bitte anmelden bis 29.09.2020  17:00 Uhr.
 
Danach jeden Sonntag von 15:00 - 17:00 Uhr und jeden Mittwoch von 18:00 - 20:00 Uhr.
 
Mitwirkende der Ausstellung sind:
 
Elz-Wilper, Silvia
Fischer, Günther
Grossmann, Rainer
Hartman, Peter
Heesel, Rolf
Lederer, Magdalena
Merkel, Thomas
Mika, Eric
Oldenburg-Hartman, Brigitte
Taeschner, Annemarie und Walter
v. Oeynhausen, Börries
Wißgott, Sissi und Bernhard
 
Ende der Ausstellung 20.12.2020
Montag, 21. September 2020

Herbst im Kesselhaus

Nach dem Kultursommer2020 im Kesselhaus wird es wieder weniger Konzerte im Herbst geben. Dafür wird die Reihe der Weiler Erzähler im Grenzenlosen Erzählforum, sowie das Kindertheater des Familienzentrums Wunderfitz als Kooperationspartner fortgesetzt, die ihre Vorstellungen mit professionellen Figuren- und Kindertheatern jeweils zwei mal am gleichen Tag zeigen. Leider musste der Kunsthandwerksmarkt genauso verschoben werden wie einige geplante Konzerte, der Frauenkleidermarkt oder die Kessel-Dance-Veranstaltungen und die Magic Kesselnight.

Mittwoch, 26. August 2020

Weiler KulturSommer 2020 im Kesselhaus

Sommer, Musik und schönes Ambiente:  der Eintritt ist frei bei den Konzerten des Weiler Kultursommers 2020, die vom Verein „Kulturzentrum Kesselhaus“  bis Ende September im Innenhof des Kesselhauses angeboten werden. Dank des Landes-Zuschusses des „Innovationsfond Kunst“ können wir regionale Musiker und Bands verpflichten, deren Konzerte in diesem Jahr geplant gewesen wären oder die in nächster Zeit unter Corona-Bedingungen schlecht in Räumen auftreten könnten. Die ersten beiden Konzerte sind am 14. August mit der Bonds Gigband und am 19. August mit den Sugarfoot Stompers bereits gelaufen.

Die Corona-Regeln gelten natürlich wie überall. Besucher der Konzerte sind Gäste des Kulturcafés, das auch gehalten ist, nur das vertretbare Kontingent an Besuchern zuzulassen. Anmeldungen können beim Kulturcafé Kesselhaus unter 792557 erfolgen.

 

Dienstag, 23. Juni 2020

Patrick Luetzelschwab Kunstpreisträger 2020

Das Kesselhaus gratuliert dem Atelier-Künstler Patrick Luetzelschwab zur Verleihung des Markgräfler Kunstpreises 2020. Am 19. Mai hat der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Markgräflerland, Ulrich Feuerstein, dem Weiler Künstler die begehrte Auszeichnung im Markgräfler Museum in Müllheim überreicht. Dort kann seit dem 29. Mai und bis zum 4. Oktober unter dem Titel "Zeitwerke" eine Werkschau des Künstlers betrachtet werden. Patrick Luetzelschwab hat sich nicht nur als Urban-Art-Künstler in bekannten Galerien wie der Weiler Galerie Stahlberger oder der ART Karlsruhe und Galerie-Ausstellungen in Wien, Berlin, Konstanz oder anderen internationalen Orten einen Namen gemacht, sondern auch als Veranstaltungsmanager und Koordinator des Kesselhauses jahrelang für das Weiler Kulturzentrum gewirkt. Er hatte als erster Graffiti-Künstler in der Ateliergruppe vor fast zwei Jahrzehnten weitere bekannte Graffiti-Künstler ins Kesselhaus gezogen wie Sigi von Koeding (Dare), Stefan Winterle und Wolfgang Krell. Außerdem ist er gerne Ansprechpartner für Urban-Art-Projekte wie die künstlerische Gestaltung des Hauses der Volksbildung oder des Fernwärme-Tanks bei der Realschule und weiterer Projekte mit Schulklassen. Beruflich ist der Vater dreier Töchter neben seiner freien künstlerischen Tätigkeit auch beschäftigt beim Historischen Museum Basel und weltweit unterwegs als Ausstellungs-Kurier des Vitra Design Museums.
Graffitikunst, Fotografie und Siebdruck vereinen sich bei Patrick Luetzelschwab in einem Werk. In seiner künstlerischen Tätigkeit interveniert er nicht nur durch künstlerische Gestaltung im öffentlichen Raum, sondern auch durch Fotografien, die stark bearbeitet wurden. Es entstehen überraschende Zusammensetzungen. Auf seinen Siebdrucken wurden oft zerstörte Plätze, postindustrielle oder industrielle Landschaften mit Kinderfiguren kontrastiert. Die Verbindung verdeutlich noch intensiver den besonderen Charakter von Sujets und vermeintlich vertrauten Motiven. Sowohl seine Graffiti-Arbeit als auch die Collagen auf seinen Fotos kann man als Versuch betrachten, die Entfremdung in den postindustriellen Stadtgebieten zu verarbeiten und zu überwinden.

Montag, 22. Juni 2020

Ateliers und Kulturcafé feiern in diesem Jahr ihr 25jähriges Jubiläum

 Am 13. Mai 1995 weihte der damalige Oberbürgermeister Dr. Peter Willmann die Ateliers im Kesselhaus und das Kulturcafé im Kesselhaus ein, das der erste Pächter Ahmet Keser noch „Emporio“ nannte. Damit war vor genau 25 Jahren das letzte Mosaikstück des soziokulturellen Zentrums im Friedlinger Areal der einstigen Seidenstoffweberei Schwarzenbach seiner Bestimmung übergeben worden. Kulturamtsleiter Tonio Paßlick hatte 1988 das Potenzial der Industriebrache mit seinen zur gleichen Zeit unter Denkmalschutz gestellten Sägezahndächern für die Kultur erkannt und die Verwaltungsspitze für die Verwirklichung eines urbanen Kulturzentrums gewinnen können.

Das Konzept hatte er an die Strukturen der soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg angepasst, um die Chance zu wahren, wie das Nellie Nashorn, die Gems in Singen oder das Tollhaus in Karlsruhe von Landeszuschüssen für die Soziokultur zu profitieren. Dazu kam es dann trotz der Besuche von Ministern für Wissenschaft und Kunst nicht. Grund waren die bereits bestehenden Kulturzentren, die bei den gedeckelten Zuschuss-Töpfen keine weiteren Antragsteller akzeptieren wollten. Zum Konzept gehörte ein Veranstaltungsraum – nämlich der Theatersaal mit seinen 70 Plätzen im Kesselhaus, der einstigen Energiezentrale der Seidenstoffweberei, der bereits im September 1991 mit der Premiere des „Theaters im Kesselhaus“ eingeweiht wurde. Und Kreativräume sowie ein Treffpunkt, die dann vor 25 Jahren fertig wurden. Dazwischen konnte der damalige Vorläufer der WWT noch die Renovierung der Holzwerkstatt und Schlosserei im Sommer 1994 abschließen. Da die Maschinen dort noch aus der Gründerzeit der Weberei in den Zwanzigerjahren stammten, passte die Einrichtung eines Museums Weiler Textilgeschichte optimal in das dezentrale Museumskonzept, mit denen der damals gerade frisch eingesetzte Kulturamtsleiter Tonio Paßlick im Herbst 1986 ein eigenes Profil für die Weiler Museen beschrieb.

Aber welche Kreativräume sollten entstehen? „Das Nordlicht ist optimal für ein Atelier“. Mit dieser Empfehlung der bekannten Basler Künstlerin Mireille Gros, die seit den 70er-Jahren ein Atelier auf der  Schusterinsel betrieb, besuchte Paßlick nach 1988  die verschiedenen „Zwischennutzungsprojekte“ in Basel und in anderen Städten, wo Industriebrachen einer neuen Verwendung harrten und von findigen Kulturschaffenden meist im Einvernehmen mit den Besitzern zu spannenden sozialen und kulturellen Biotopen umgebaut wurden. Dazu zählte das Warteck in Basel oder das Schlotterbeck-Areal.

Und das Interesse aus der Region war enorm groß . Noch während der städtische Bauamtsleiter Helmut Limberger die Herausforderung annahm, die großen leeren Shedhallen in Ateliers zu verwandeln, füllten sich die Akten mit Bewerbungen namhafter Künstler. Der damalige Oberbürgermeister Peter Willmann vertrat ein finanzielles Mischkonzept, dass dank des Nebeneinanders von Gewerbe und Kultur für die Künstler Sonderkonditionen mit subventionierter Miete vorsah. Aus einer Idee war in knapp drei Jahren ein Vorzeigemodell geworden: Bildhauer, Videokünstler, Maler, Designer, Foto-Künstler bildeten eine internationale Ateliergruppe, die den Ruf von Weil am Rhein als Stadt der Kunst und des Designs durch das kreative, aktive Potenzial der Künstler ergänzte. Ausstellungen wie „19+1“ oder Tage der offenen Tür, Reportagen in überregionalen Medien und Beiträge im öffentlichen Raum sowie Einladungen zu internationalen Ausstellungen förderten ein Image der künstlerisch inspirierten Kreativität, das sich auf die Acquise der Gewerbebetriebe positiv auswirkte.  So bekannte sich der damalige Geschäftsführer von TFL, Dr. Heider Krenz, ausdrücklich dazu, die Halle Süd wegen der Nähe zum Kulturbereich besonders attraktiv empfunden zu haben. Zahlreiche Besuchergruppen aus dem In- und Ausland, Delegationen von anderen Städten oder Abgeordnete haben das Kulturzentrum Kesselhaus besucht, um Anregungen für eigene städteplanerische Konzepte mitzunehmen.

Künstlergruppen organisierten von Anfang an ungewöhnliche Ausstellungsprojekte wie „Wasserwerke“ im Grenzbereich des Flusses Wiese oder regelmäßige Open-Air-Projekte beim Inzlinger Wasserschloss. Der Tulpenkünstler Max Meinrad Geiger initiierte die Herausgabe eines Kunstpostkartenkalenders, Gaby Roter wurde eingeladen, das Treppenhaus der Basler Post künstlerisch zu gestalten und bei der Eröffnung des Hüninger Kulturzentrums Le Triangle die künstlerisch gestaltete „Himmelsleiter“ als Geschenk der Stadt Weil am Rhein. Durch die Initiative der Künstlerin Veronica von Mutzenbecher entstanden zusammen mit anderen Kesselhaus-Künstlern Ausstellungen in französischen Schlössern und einem Kloster oder Projektaufträge in Paris und Reims. Jakob Gebert war beim internationalen Wettbewerb „Design for Europe“ der herausragende Teilnehmer und gestaltete für Vitra den in Serienproduktion gefertigten Stuhl „Taino“. Heute ist er Professor an der Kunsthochschule Kassel.

Die kreative Ideenschmiede wurde durch Beiträge zu vernetzten Kulturprojekten dokumentiert: wenn etwa Anne Marie Catherine Wieland öffentliche Kunstwerke als Performance mit Kindergärten aus drei Ländern gestaltete, Ildikó Csápó konzeptuelle Beiträge zum Kulturprojekt „Friedlinger Frieden“ verwirklichte und Fabienne Dombois den Genius Loci der unmittelbaren Umgebung durch dauerhaft installierte Zeitfenster weckte. Stefan Pangritz wurde Gestalter zahlreicher Plakate im kulturellen Leben der Stadt und Leiter des einstigen Programmkinos im Kesselhaus.

Einige Künstler waren und sind zugleich Kunstvermittler. Die Zeichen- und Malkurse von Paul Kochka-Thévénet, dem Bildhauer aus Lyon, und Holger H. Kröner, waren stark gefragt; sie blieben bis zu ihrem Tod langjährige Symbole für die Künstler in den Ateliers genauso wie die Schweizer Hansueli Bäbler, der mehrmals das Auslandsstipendium der Merian-Stiftung für Orangenschalen-Projekte in Australien nutzte oder einer der Graffiti-Künstler der ersten Generation Sigi von Koeding, der unter dem Künstlernamen „Dare“ auch die colab gallery aufgebaut hatte und internationales Renommé genoss. Beide sind viel zu früh gestorben.

Der Schwede Lasse Brander war mit seiner Galerie Altes Rathaus in Inzlingen Anreger eines Kulturaustauschs innerhalb der Ateliers geworden . Während Gaby Roter durch seine Vermittlung öffentliche Aufträge und Stipendien in Stockholm erhalten hatte, waren zahlreiche schwedische Künstler durch Ausstellungen in der Region bekannt geworden. Mit Godi Kessler wurde zudem ein künstlerisch produktiver Gastronom gefunden, der sein Atelier in Zürich mit dem Schwarzenbach-Areal vertauschte. Erika Seifert-Weissmann und Minka Strickstrock wurden wie andere Kesselhaus-Künstler nicht nur durch Themenausstellung in der Städtischen Galerie Stapflehus repräsentiert, sondern auch durch Kunstprojekte für die Landesgartenschau 1999. Kathrin Stalder war bis Dezember noch vertreten – sie hat mit ihren vielen Auslandskontakten nach Südafrika, Taiwan oder England immer wieder für internationale Gastkünstler gesorgt, die auch vom Kulturamt ausgestellt wurden wie Wei Lin aus Taiwan. Videokünstler wie Jan Bossert, Maik Burkhart oder Andi A. Müller, immerhin Schüler von Nam June Paik, oder die bekannten Graffiti-Künstler Smash137 alias Adrian Falkner, Wolfgang Krell oder der aktuelle Kurator der colab gallery, Stefan Winterle zählten genauso zu den Atelier-Künstlern wie die renommierten Wolfgang Kastenholz, Susanne Roewer und Josef Zapf.
Keiner von diesen ersten beiden Künstler-Generationen ist noch Mieter bei der WWT, die mit Peter Krause, Angelika Hoffmann, Evelyn Liebert und heute Evelyne Renkert sehr engagierte Ansprechpartner für die KünstlerInnen aufbot.  

Seit dem Sommer 2001 leistete sich das Kulturzentrum mit Hilfe der Merian-Stiftung und der Stadt Lörrach eine weitere Attraktion: Bruce Childs aus Clarksville in Amerika und Ville Niska aus Helsinki waren die ersten Bewohner der Austausch-Ateliers.
Von den heute in den Ateliers arbeitenden KünstlerInnen haben Dorothee Rothbrust, Niels Tofahrn und Ildiko Csapò bereits den Markgräfler Kunstpreis erhalten, ein weiterer wird am Freitag verkündet. Alle drei sind bereits seit vielen Jahren genauso wie Patrick Luetzelschwab Galionsfiguren der Ateliers. Auch Isa Schäfer, Gabi Moll (die Vorsitzende der Friedlinger Stadtteil-Initiative), Volker Bessel, Brunone Morandi, Elisabeth Veith, Natascia Scarpa oder die heutige Atelier-Sprecherin Annros Steinmann  oder Nicole Franke und die beiden Landscape-Künstler sind schon seit einigen Jahren dabei. In letzter Zeit sind noch der Schweizer Claude Karfiol, der Amerikaner Amont Logan, der Italiener Guiseppe Masini, die deutsche Künstlerin Gabrielle Krüger und die initiative Fotografische Gesellschaft Dreiland e.V. hinzugekommen. Seit Jahren trifft man sich im Kulturcafé von Olaf und Simone Zwieg. Die Fluktuationen konnten bei den Atelier-Nutzungen ohne Pausen bewältigt werden, denn eine Nachfrage gab es bislang immer. Gemeinsame Feiertag waren in den 25 Jahren immer der erste Sonntag im Dezember beim Tag der offenen Ateliers, der häufig ergänzt wurde durch Atelier-Nächte oder weitere Aktionen. In Ausstellungen wurde das Kesselhaus oft als Gruppe präsentiert: etwa im Stapflehus in Weil am Rhein oder im Triangle in Hüningen.
Mit spannenden Einrichtungen im Umfeld der Kesselhaus-Ateliers wie dem Kunstzentrum der Weiler Volkshochschule, der Firma „Showtime Movies“, der Tanzschule Cyranek, dem Trinationalen Umweltzentrum, grafischen Betrieben oder der Kesselhaus-Brauerei mit Craft-Bieren und natürlich dem aktuell ausgesetzten Kulturbetrieb des Kulturamtes und des Vereins Kulturzentrum Kesselhaus e.V. erzeugen die Ateliers im Kesselhaus seit 25 Jahren eine überregional nachhaltige Ausstrahlung.

Freitag, 13. März 2020

Kontinuität bei Vorstandswahlen - Kulturzentrum wird 25 Jahre alt

Nicht nur Vorstandsmitglieder, sondern auch Interessenten, Freunde der Kulturveranstaltungen im Kesselhaus und künftige Akteure konnte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Kulturzentrum Kesselhaus am Donnerstag im Raum 4 des Kesselhauses zur Mitgliederversammlung begrüßen. Ein besonderes Willkommen galt dem Vorsitzenden des Kulturrings René Winzer, der als Tagespräsident auch durch die Wahlen führte. Im Amt bestätigt wurden alle bisherigen Amtsträger. Ausgeschieden ist Heinz Nüsslein, Beirat für das Museum Weiler Textilgeschichte, neu gewählt wurde Günter Hosenfeld als Beirat für das Repaircafé. 
 
Eingeplant hatte auch die Vorsitzende Ute Delatorre die Jahresversammlung. Weil sie aber im Elsass wohnt und die Region Grand Est als Epidemie-Region ausgewiesen wurde, nahm sie vorsichtshalber nicht an der Sitzung teil. 
Beim Jahresrückblick ließ Paßlick die verschiedenen Veranstaltungsbereiche Revue passieren. Im Jahr 2019 waren sehr viele erfolgreiche Veranstaltungen im Kesselhaus gelaufen. Es geht bei der Auswahl nicht um bekannte Namen, deren Auftritte man konsumieren könne, sondern um die Entdeckung und Förderung von Musikern, Erzählern und  Darstellern, die einen Qualitätsanspruch mitbringen und entdeckt werden sollten. Ganz besonders gelte dies auch für Eigenproduktionen im Theaterbereich, wie Paßlick in Erinnerung an das Erbe des Vorgänger-Vereins "Theater im Kesselhaus" betonte. Inzwischen werden jährlich drei Produktionen im Kesselhaus erarbeitet und präsentiert. Im vergangenen Jahr eine Inszenierung des Spielzeit-Teams von Tempus Fugit in der Regie von Vaclav Spirit,  dann die Erwachsenen-Theatergruppe unter Leitung von Sabrina Lössl und das Kesselhaus-Ensemble unter Leitung von Simone Lüdi. Dazu kam im vergangenen Jahr noch eine grenzüberschreitende Figurentheater-Inszenierung des Ensembles "Des Pudels Kern" aus Binzen und Basel. Die Mitglieder des Vorstands seien verlässliche Partner des Kulturamtes, indem sie seit vielen Jahren eigene wiederkehrende Beiträge leisteten: vom Kunsthandwerksmarkt angefangen bis zur Kesseldisko, der Milonga-Nacht oder dem Frauenkleidermarkt und den Weiler Erzählern mit dem Grenzenlosen Erzählforum. Externe Partner wie das Familienzentrum Wunderfitz mit den Kindertheater-Aufführungen und das Theater Tempus Fugit bereichern das Angebot mit ihren Beiträgen. Bei den Konzerten spannte sich der Bogen von südamerikanischen Songwritern über internationale Bluesgruppen bis zur Weltmusik mit Musikern aus der Mongolei und Afghanistan. Herkunftsländer von Flüchtlingen werden in der neuen Filmreihe Watch-Together beleuchtet, die von der Flüchtlingshilfe beigesteuert wird. 
Der Kassierer Hans-Jürgen Friedrich ergänzte den Bericht um positive Ertragszahlen. Mitgliedsbeiträge und Sponsoren, insbesondere die Sparkasse Markgräflerland hatten zu einem positiven Ergebnis geführt, das von den Kassenprüfern Monika Merstetter bestätigt und gelobt wurde. Dem Kassierer wurde wie dem Gesamtvorstand einstimmig Entlastung erteilt. 
Beim Ausblick auf die laufende Saison schilderte Paßlick die organisatorischen Probleme durch die Corona-Epidemie. Nach den ersten sehr erfolgreichen Konzerten mit der Chnopfi-Band oder der keltischen Gruppe An Erminig sorgte die Epidemie für Absagen der aktuell angekündigten Konzerte. Es werden Termine im Herbst vorsorglich reserviert, aber natürlich kann niemand die Entwicklung absehen. Das gilt auch für mögliche Feierlichkeiten zum 25jährigen Jubiläum des Kulturzentrums, das 1995 mit einem fünfwöchigen Regio-Kultursommer eingeweiht worden war. Vorläufig sind alle Veranstaltungen der nächsten Zeit im Kesselhaus storniert worden. Was ja auch für alle städtischen Veranstaltungen in Weil am Rhein gilt.
 
Neuwahlen
Bei den Neuwahlen wurden die bisherigen Amtsinhaber für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Neu kam Günter Hosenfeld hinzu, der die Gruppe der Helfer des Repair-Cafés vertritt. Tonio Paßlick würdigte die äußerst engagierte Mitarbeit von Heinz Nüsslein, der sich nach seinem Umzug nach Schliengen-Obereggenen zwar weiterhin als Unterstützer des Kesselhauses einbringen wird, aber nicht mehr im Vorstand vertreten sein wollte. Nüsslein habe sowohl als Politiker mit seinem Einsatz für das Textilmuseum markante Spuren hinterlassen als auch durch seinen unkomplizierten tatkräftigen Einsatz bei Projekten und notwendigen baulichen Maßnahmen. 
Für die nächsten beiden Jahre wurden gewählt: Ute Delatorre (Vorsitzende, Vertreterin der Weiler Erzähler), Tonio Paßlick (Zweiter Vorsitzender, Medienarbeit, Programm), Eveline Günther-Thietke (Schriftführerin, Kunsthandwerksmarkt), Hans Jürgen Friedrich (Schatzmeister). Beiräte sind Veronika von Oeynhausen (Kreativkurse), Doris Sicklinger (Theatergruppen), Antje Lauber (Frauenkleidermarkt), Tommi Monske (Kesseldisko), Elisabeth Veith (Atelier-Vertreterin), Elisa Tanneberg-Passlick (Bar-Team, Website), Monika Merstetter (Kulturring, Projekte, Kassenprüfung), Günter Hosenfeld (Repair-Café). 
Montag, 30. Dezember 2019

Vernissage der Ausstellung "Sur l'autre rive - Am anderen Ufer" - Atelier 5 Fotografische Gesellschaft Dreiland

Die Spätantike beiderseits des südlichen Oberrheins (4.1.2020-8.3.2020)
Im Jahr 369 besuchte der römische Kaiser Valentinian I. anlässlich einer längeren Inspektionsreise zu den neu errichteten Befestigungsanlagen entlang des Rheins die spätantike Festung auf dem heutigen Breisacher Münsterberg. Es ist der einzige historisch sicher bezeugte Aufenthalt eines römischen Kaisers der Spätantike im Gebiet des südlichen Oberrheins. Hier begegneten sich Römer und Alamannen und nahmen die jeweils benachbarte Kultur und Bevölkerung „am anderen Ufer“ auf unterschiedliche Weise wahr.
im Kulturzentrum Kesselhaus, Atelier 5, Weil am Rhein
Öffnungszeiten Sa und So 14-18 Uhr

Rahmenprogramm
Vernissage 4.1.2020, 16 Uhr
Öffentliche Führungen: deutsch: 12.1.2020, 19.1.2020, 16.2.2020, 8.3.2020 / französisch: 26.1.2020, 23.2.2020
„Lange Nacht der Spätantike“, 17.1.2020, 18-23 Uhr
Vortrag: Hie "Römer", do "Alamanne"? Die Spätantike am Oberrhein auf dem archäologischen Prüfstand, 28.1.2020, 19 Uhr
Aktionswochenende „Alles alamannisch“ , Sa 8.2.2020, 14-18 Uhr, So 9.2.2020, 11-18 Uhr

Informationen zu den Terminen in Weil am Rhein im Städt. Kulturamt:
07621/704412 oder kultur@weil-am-rhein.de

Freitag, 29. November 2019

25 Jahre Museum Weiler Textilgeschichte -Jubiläumswochenende- Festvortrag mit Apéro

Vortrag über die Firmengeschichte der Seidenweberei Schwarzenbach
Redner: Prof. Dr. Alexis Schwarzenbach und Roman Wild, Historiker
Ort: Veranstaltungsraum Kulturzentrum Kesselhaus
Beginn: 19.30 Uhr
Sonntag, 3. November 2019

Vernissage der Sonderausstellung "Knopf dran! Eine Kulturgeschichte der Knöpfe" Im Museum Weiler Textilgeschichte

Neue Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte
 
KNOPF DRAN! Eine Kulturgeschichte der Knöpfe
3. Nov. 2019 - 5. Juli 2020
 
Knöpfe sind ständige Begleiter in unserem Alltag, aber sie werden kaum wahrgenommen. Erst wenn sie fehlen, werden wir auf die kleinen Helfer aufmerksam.
Die Geschichte der Knöpfe begann etwa vor 6000 Jahren. Aus der Epoche der Jungsteinzeit sind runde Objekte aus Stein mit geometrischen Mustern bekannt, die zunächst aber als Schmuck und nicht zuletzt als Zeichen des Wohlstands dienten. Erst im Spätmittelalter kam die Verschlusstechnik aus dem Orient nach Europa.
Wie praktisch das Verschließen der Kleidung mit den runden Scheiben ist, die man annäht und dann durch einen Schlitz im Bekleidungsstoff schiebt, erfuhren die Europäer erst im 13. Jahrhundert. Der rasante Siegeszug des Knopfes unterstrich jedoch die Genialität der einfachen wie praktischen Verschlusstechnik. Der Knopf beeinflusste nicht nur maßgeblich die Mode, sondern brachte auch neue Berufszweige hervor.
 
Die neue Sonderausstellung "Knopf dran!" zeigt verschiedene Anwendungsbereiche der Knöpfe, aber auch schöne, dekorative "Schmuck"stücke, welche der Kleidung eine besondere Note verleihen. Ob Knöpfe aus Perlmutt, Rosenholz, Hirschhorn oder mit Stoffbezug - der Vielfalt der Materialien, aus denen Knöpfe hergestellt werden, wird ebenfalls Rechnung getragen. Ein Teil der Knopf-Ausstellung ist der hier ehemals ansässigen Knopfindustrie gewidmet. Ein Kapitel beleuchtet die Geschichte der "Chnopfi", der Firma Raymond in Lörrach, deren Anfänge auf die Herstellung von Druckknöpfen zurückgeht. Zahlreiche Objekte zeigen die Entwicklung und die historische Produktpalette des Lörracher Unternehmens.
 
Am Sonntag, den 3. November um 11.15 Uhr wird im Museum Weiler Textilgeschichte die neue Sonderausstellung "Knopf dran! Eine Kulturgeschichte der Knöpfe" eröffnet.
 
Die Ausstellung ist jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet und wird bis zum 5.07.2020 zu sehen sein.
Führungen für Gruppen und Schulklassen bieten wir auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten an.
Anlässlich des Kunsthandwerkermarktes am 9. und 10. November im Kulturzentrum Kesselhaus und anlässlich des Tags der offenen Ateliers der Kesselhaus-Künstler am 1. Dezember hat das Museum von 11-18 Uhr geöffnet. An diesen Tagen ist der Museumseintritt frei. Besonders Highlight im Museum an diesen Tagen ist das Schauschmieden ab 13 Uhr.
Freitag, 25. Oktober 2019

Vernissage "Nächtliche Ansichten" am 25. Oktober 2019 um 19 Uhr

Die Fotografische Gesellschaft Dreiland zeigt mit der Ausstellung NÄCHTLICHE ANSICHTEN außergewöhnliche Bilder, die auf nächtlichen Streifzügen im Spiel mit dem Licht entstanden sind. So erscheint fremd und faszinierend neu das bei Tageslicht Bekannte.
 
" Nächtliche Ansichten"
Vernissage 25. Oktober 2019 ; 19 Uhr im Kesselhaus Atelier 5
 
Ausstellung geöffnet bis 7.12.2019 jeweils freitags und samstags von 17-20 Uhr
>>> am Samstag 9. November 2019 zeitgleich mit dem Kunsthandwerksmarkt von 11 bis 18 Uhr
Donnerstag, 19. September 2019

Vernissage Ausstellung "3 ART s" am 20. September um 18 Uhr von Günther Fischer und Gabriele Meyer-Fischer

Zur Ausstellung „3 ART s“ laden Günther Fischer (Fotografieren, Malen) und Gabriele Meyer-Fischer (Filzen) alle Kunstinteressierten ein.
 
Der Ausstellungsort ist  in Weil am Rhein Friedlingen,  Am Kesselhaus 15, Atelier 5.
Die Vernissage ist am 20. September 2019 um 18 Uhr.
Die Ausstellung ist geöffnet am 20. & 21. sowie am 27. & 28. September jeweils von 15 – 20 Uhr.
 
Beim Trockenfilzen hat Gabriele Meyer-Fischer einen persönlichen Stil entwickelt und gestaltet einen ganzen Zoo von Tieren als liebenswerte kleine Kunstwerke. Beim Malen und Fotografieren arbeitet Günther Fischer mit unterschiedlichen experimentellen Methoden. Motive sprechen die Schönheit und Ästhetik der Umwelt an und sollen so zu ihrem Erhalt ermutigen.
 

Donnerstag, 19. September 2019

Vernissage "Nächtliche Ansichten"

Die Fotografische Gesellschaft Dreiland zeigt mit der Ausstellung NÄCHTLICHE ANSICHTEN außergewöhnliche Bilder, die auf nächtlichen Streifzügen im Spiel mit dem Licht entstanden sind. So erscheint fremd und faszinierend neu das bei Tageslicht Bekannte.
 
" Nächtliche Ansichten"
Vernissage 25. Oktober 2019 ; 19 Uhr im Kesselhaus Atelier 5
 
Ausstellung geöffnet bis 7.12.2019 jeweils freitags und samstags von 17-20 Uhr
>>> am Samstag 9. November 2019 zeitgleich mit dem Kunsthandwerksmarkt von 11 bis 18 Uhr
 
Mittwoch, 26. Juni 2019

Reges Leben im Kesselhaus - Verein freut sich über Modernisierungen

Der Verein Kulturzentrum Kesselhaus e.V. konnte die Formalitäten einer Jahresmitgliederversammlung am Mittwoch im Kesselhaus in kurzer Zeit und in allen Punkten einstimmig abhandeln. Aber was die Ausstattung und das Programm des Hauses angeht, freuten sich die anwesenden Mitglieder über viele Aspekte, die von der Vorsitzenden Ute Delatorre und ihrem Stellvertreter Tonio Paßlick berichtet wurden.

Ein Dank an die WWT und die Stadt ging von Ute Delatorre für die neue elektrische Verdunkelungsanlage, durch die vor allem Theater-Inszenierungen, aber auch Konzerte atmosphärisch profitieren. Weil neben den Ateliers auch ein neues Kunstzentrum der Volkshochschule integriert wurde, können die beiden ehemaligen Töpfer- und Bildhauerräume nun für den Veranstaltungsbetrieb genutzt werden. Der eine als Garderobe, der andere als Stuhl- und Tischlager. Ein neuer Vorhang war die Folge brandschutzrechtlicher Auflagen.

Beim Rückblick auf das Vereinsjahr 2018/2019 informierte Tonio Paßlick über die Verpflichtung, die der Verein bei der Nachfolge des einstigen Vereins "Theater im Kesselhaus" im Jahr 2001 übernommen habe. Nämlich möglichst viele Theaterproduktionen im Kesselhaus zu ermöglichen. Inzwischen feiern jährlich die Inszenierungen von Vaclav Spirit mit dem Spielzeit-Team von Tempus Fugit im Januar, mit der Erwachsenen-Theatergruppe von Tempus Fugit im April und mit dem Kesselhaus-Ensemble der Regisseurin Simone Lüdi Premieren im Kesselhaus. Hinzu kommen Figurentheater-Inszenierungen von Iris Keller, die am 7. und 8. Juli mit der Gruppe "Puls de Kern" ein neues Projekt vorstellt: "Faust eins. Puppen, Pop und Pudel". Die Blues-Konzerte mit internationalen Gruppen aus Frankreich, England und den USA waren im Kesselhaus so erfolgreich, dass die nächsten Konzerte in den Gewölbekeller zurückkehren. Dafür wird im neuen Kesselhaus-Programm eine Mischung aus Jazz, Blues und Bluegrass zu finden sein, die Bandbreite also größer werden. Darunter ist auch ein Konzert des international bekannten irischen Sängers "Brother Dege". Der Bereich "Kabarett" präsentiert regionale Gruppen wie das Kabarett "Gänseblümchen'" genauso wie fernsehbekannte Personen wie Felix Oliver Schepp. Und ein Kernbereich des Programms, Weltmusik und Songwriter, wird einen Schwerpunkt aus Südamerika vorstellen, aber auch ein Konzert der mongolisch-afghanischen Gruppe SEDAA im November. Dazu kommen die Säulen der Veranstaltungsarbeit wie der Kunsthandwerksmarkt, die Kessel-Diskos oder der Frauenflohmarkt.

Die Kasse wurde von Hans-Jürgen Friedrich wieder penibel genau geführt, wie Kassenprüfer Heinz Nüsslein bestätigte. Als Kassenprüfer für das neue Jahr wurden er und Monika Merstetter einstimmig gewählt. Tonio Paßlick richtete am Ende der Veranstaltung noch einen Appell an alle Menschen im Verein und in der Stadt, die Interesse hätten, bei der Veranstaltungsplanung und -betreuung mitzuwirken: "Unsere Veranstaltungen sind kein Konsum-Angebot, sondern Ergebnis kreativen Engagements". Jeder könne sich beim Kulturamt oder bei den Vorstandsmitgliedern unverbindlich informieren. Weitere Informationen zu allen Angeboten des Kesselhauses fände man unter www.kulturzentrum-kesselhaus.de

Freitag, 21. Juni 2019

Mittsommerfest im Kulturzentrum Kesselhaus in Kooperation mit dem Kulturcafé

Stadtteilverein Weil am Rhein Friedlingen – Herzliche Einladung zum Mittsommerfest im Kulturzentrum Kesselhaus in Kooperation mit dem Kulturcafé
 
Ein stimmungsvolles Erlebnis unter dem Motto "ZUSAMMENKOMMEN • ZUSAMMEN FEIERN IM STADTTEIL WEIL-FRIEDLINGEN"  für Friedlinger und Nichtfriedlinger, am 21. Juni 2019 ab 19 Uhr im Hof des Kulturcafés Kesselhaus. An langen, weißen, liebevoll gedeckten Tischen wird es leckeres skandinavisches Essen geben. Für Unterhaltung sorgt Hansi Kolz mit Live Saxophon Musik. Bei Einbruch der Dunkelheit wird ein Sonnwendfeuer entfacht. Sollte der Sonnengott nicht mitspielen, feiern wir trotzdem im Kulturcafé. Helle Kleidung erwünscht. Das Textilmuseum ist an diesem Abend für die Gäste geöffnet.
 
Preis € 35,-- pro Person inkl. aller Speisen und einem Glas Sekt. Davon gehen € 5,-- als Spende an den Stadtteilverein.
Bitte nutzen Sie den Vorverkauf.
 
Weitere Informationen und Vorverkaufsstellen:
Stadtteilverein Friedlingen, Email für Reservierungen und Ticketversand:
Mehrgenerationenhaus, Riedlistrasse 16, Weil am Rhein-Friedlingen Kulturcafé Kesselhaus, Olaf und Simone Zwieg
Samstag, 18. Mai 2019

"run dry run" - Fotoausstellung - Joachim Stockert (Atelier 5 von FGD)

Samstag, 18. Mai 2019 - 18°° Vernissage im Atelier 5 (FGD)
was ist: run dry run? (natürlich ein Wortspiel *)

Im sehr heißen Sommer 2003 hatte Joachim Stockert damit begonnen, la „nature morte“ wörtlich zu nehmen und hat mit einer klassischen Spiegelreflexkamera - im Inneren ein Mikrofilm - vor weißem Hintergrund verdorrte Blüten, Blätter, Früchte etc. fotografiert.
Nur scheinbar handelt es sich im Ergebnis dabei um botanische, wissenschaftliche Aufnahmen, wie die von Karl Bloßfeldt, die er vor ca. hundert Jahren gemacht und später, 1929, erstmals unter dem Titel „Urformen der Kunst“ veröffentlicht hat.
Joachim Stockert jedoch interessierte weniger eine konkrete Anwendung im botanischen oder kunstgewerblichen Sinn, sondern die grafische (oft chaotische) Wirkung, die die Fotos entfalten, sobald sie, vergrößert auf ca. 24/30 oder 30/40, an der Wand hängen. !
* run dry = ausgetrocknet / dry run = Probelauf !!
Finissage der Ausstellung: am 30. Juni 2019 um 15°° - ebenfalls im Atelier 5 (FGD) !
Montag, 13. Mai 2019

Weiler Skulptur von Maritta Winter wird bei der Biennale in Venedig gezeigt

Die Kesselhaus-Künstlerin Maritta Winter ist eingeladen worden, ihre Skulptur "Douceur", die seit fünf Jahren im Schlaufenkreisel bei der Insel steht, bei der Biennale von Venedig vom 11. Mai bis 24. November zu zeigen. Deshalb wurde die Skulptur am Dienstag von Mitarbeitern des Städtischen Betriebshofs und der Künstlerin abgebaut  und durch die Skulptur "Archi1" ersetzt, die in diesem Jahr den Schlaufenkreisel im Stadtzentrum künstlerisch zieren wird. Aufgestellt wird "Douceur" im April im Rahmen der Ausstellung zeitgenössischer Kunst mit dem Titel "Personal Structures", die bei der Biennale vom Europäischen Kunstinstitut "European Cultural Centre ECC" im Palazzo Bembo und im  Palazzo Mora veranstaltet wird. Die Skulptur Douceur, wird dabei im "Garten von Marinessa" unweit der Biennale-Gärten zu sehen sein.
Die deutsche Künstlerin Maritta Winter konzipiert ihre organisch geformten Plastiken seit geraumer Zeit in ihrem Atelier im Kesselhaus. Hergestellt werden große Bronze-Abgüsse dann in dafür vorgesehenen Werken. Sie hatte die Skulptur "Douceur" vor fünf Jahren auf Einladung des Städtischen Kulturamtes für die "Galerie Hauptstraße" leihweise zur Verfügung gestellt.
Die "Galerie Hauptstraße" war eine Idee, die Kulturamtsleiter Tonio Paßlick im Zusammenhang mit der Landesgartenschau vor 20 Jahren entwickelt hatte.
Da ein internationaler Kunstwettbewerb ursprünglich zur Gestaltung der Hauptstraße gedacht war, aber dann zum Regio-Kunstweg zwischen Basel und der Innenstadt führte, war die öffentliche Skulpturen-Galerie auf Leihbasis eine alternative Option. Der damaligen Einladung sind mehrere Künstler
gefolgt: Kunstwerke entlang der Hauptstraße wurden unter anderem von Volker Scheurer, Reinhard Bombsch, Dorothee Rothbrust oder Antoine Zgraggen zur Verfügung gestellt. Eine Plastik von Lasse Brander konnte vor 12 Jahren verkauft werden, so dass ihr Platz jetzt von einer Skulptur von Reinhard Bombsch eingenommen wird.
Maritta Winter konzentriert sich in ihrer künstlerischen Tätigkeit auf Linie und Form – deren positive Ausstrahlung und Wirkung auf das Umfeld der Betrachter ist ihr wichtig. Dynamisch geschwungene Formen aber auch kraftvolle Linien sollen den Betrachter berühren, aus dem Alltag herauslocken und zum Dialog einladen.

 

Sie spricht bei ihren Werken von “materialisierten Emotionen”, da  sie versucht, bei den Kreationen und Ideen  aus ihren jeweiligen Emotionen zu schöpfen. Was sie dabei empfindet nimmt Form an in der Skulptur. In der Natur, der Architektur und in der Musik findet sie Inspirationsquellen für Kraft, Eleganz und Harmonie, die sie in ihren Werken interpretiert. Die beim Tanzen selbst erfahrene Dynamik der Bewegung beeinflusst ihr Schaffen und verleiht den Werken eine gewisse Leichtigkeit und Eleganz.

Mittwoch, 13. März 2019

Kunst am Rhein - d'une rive à l'autre

Die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Weil am Rhein und Huningue findet mit der neuen Gruppenausstellung der Künstler aus dem Kesselhaus im Kulturzentrum Le Triangle eine Fortsetzung. Seit dem 50jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft 2012 gab es einige Einladungen, mit der Kunst über den Rhein zu kommen.
Nun ist in diesem Jahr erneut die komplette aktuelle Besetzung der Kesselhaus-Ateliers eingeladen, ihre Arbeiten gemeinsam im Le Triangle zu präsentieren. Teilnehmen werden:
 
Volker Bessel, Ildiko Csapo, Paul Feeney, Nicole Franke, Klemens Grund, Gabrielle Krueger, Patrick Luetzelschwab, Elfrun Mitzschke, Gabriele Moll, Brunone Morandi, Marie-Louise Raue, Judith Riner, Dorothée Rothbrust, Natascia Scarpa, Isa Schäfer, Kathrin Stalder, Annros Steinmann, Niels Tofahrn, Elisabeth Veith, Markus Voellmy, Maritta Winter, Siglinde Wißgott, Bernhard Wißgott
 
Zur Vernissage am 4. April um 19:00 Uhr sind Sie herzlich eingeladen. Die Eröffnung wird zweisprachig sein. Die Ausstellung ist geöffnet von 4. April bis zum 19. Mai
 

 

La coopération culturelle entre Huningue et Weil am Rhein se poursuit par la nouvelle exposition de groupe des artistes du Kesselhaus dans le Centre Culturel Le Triangle. Depuis le 50ème anniversaire du jumelage en 2012, la coopération nous a plusieurs fois invité à traverser le Rhin avec l’Art.
 
Cette année l’ensemble des artistes présents dans les ateliers du Kesselhaus sont invités à présenter leurs travaux dans Le Triangle. Participeront:
 
Volker Bessel, Ildiko Csapo, Paul Feeney, Nicole Franke, Klemens Grund, Gabrielle Krueger, Patrick Luetzelschwab, Elfrun Mitzschke, Gabriele Moll, Brunone Morandi, Marie-Louise Raue, Judith Riner, Dorothée Rothbrust, Natascia Scarpa, Isa Schäfer, Kathrin Stalder, Annros Steinmann, Niels Tofahrn, Elisabeth Veith, Markus Voellmy, Maritta Winter, Siglinde Wißgott, Bernhard Wißgott
 
Vous êtes cordialement invités au vernissage le 4 avril à 19 heures. Le discours sera tenu dans les deux langues. L’exposition durera du 4 avril au 19 mai.

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 2. Dezember 2018

offene Ateliers - mit Küntlergästen 11-18 Uhr

Begrüssung durch Herrn Oberbürgermeister Wolfgang Dietz

im Kulturcafé um 11 Uhr

Sonntag, 4. November 2018

"Genug Stoff für Neues !?! - Zeitenwende in Friedlingen"

Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte

Die neue Sonderausstellung "Genug Stoff für Neues!?! - Zeitenwende in Friedlingen " beleuchtet die Situation der hiesigen Textilindustrie nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Die beiden Färbereien Schetty und FAS Schusterinsel hatten sich bereits in den 1880er Jahren in Weil-Friedlingen angesiedelt und waren Teil des gewachsenen, grenzüberschreitend arbeitenden Textilsektors im Dreiland. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Rückgliederung des Elsasses an Frankreich brach das durchlässige wirtschaftliche Gefüge im Dreiland mit einem Schlag auseinander.

 
Was dies für die Textilbetriebe bedeutete, wird besonders am Beispiel der Seidenweberei Robt. Schwarzenbach deutlich, die sich 1922 neu in Weil-Friedlingen ansiedelte. Die Schweizer Firma hatte bereits 1897 im elsässischen Hüningen eine Tochterfirma gegründet, um die Schutzzollpolitik des Deutschen Reiches zu umgehen. Von 1918 an wurde das Werk dem französischen Staatsgebiet zugerechnet, es kamen andere (Zoll-) Bestimmungen und Währungen zum Tragen.
 
Die Ausstellung zeigt auf, wie die bereits bestehenden Färbereibetriebe sich nach dem Kriegsende in einer wirtschaftlich schweren und politisch instabilen Zeit der jungen Weimarer Republik zu behaupten versuchen und wie und warum die Seidenweberei Schwarzenbach das Wagnis einer Fabrikneugründung in dieser Zeit eingeht.
 

Diese Ausstellung wird im Rahmen eines gemeinsamen Ausstellungprojekts des Netzwerks Museen zur Zeitenwende 1918/19 in Europa präsentiert. Über 30 Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz nehmen an dem Projekt teil und informieren über den Epochenwechsel vor 100 Jahren. Es ist die größte grenzüberschreitende Ausstellungsreihe zur Zeitenwende. Weitere Informationen zum Netzwerkprojekt unter:
https://www.dreilaendermuseum.eu/de/Netzwerk-Museen/1918-19-Zeitenwende

 
Die Ausstellung wird vom 4.11.2018 bis zum 7.07.2019 zu sehen sein. Die Öffnungszeiten des Museums sind jeden Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr.
Anlässlich des Kunsthandwerkermarktes am 11. und 12. November im Kulturzentrum Kesselhaus und anlässlich des Tags der offenen Ateliers der Kesselhaus-Künstler am 2. Dezember hat das Museum von 11-18 Uhr geöffnet. An diesen Tagen ist der Museumseintritt frei.

Ein besonderer Höhepunkt am Termin des Kunsthandwerksmarktes und am Tag der offenen Ateliers ist die Inbetriebnahme der Schmiede. Ab 13 Uhr arbeiten Heinz Nüsslein und Helmut Bleier vom Freundeskreis des Museums an der befeuerten Esse, an der früher die Schlosser der Seidenweberei Schwarzenbach ihren Dienst getan haben. Der Geruch des Feuers vermischt mit dem Ölgeruch aus alten Tagen und das Hämmern auf dem Amboss werden die Besucher in alte Zeiten zurückversetzen.
 
MUSEUM WEILER TEXTILGESCHICHTE
79576 Weil am Rhein Friedlingen - Am Kesselhaus 23 - www.museen-weil.de
Telefon: + 49 (0)7621 704416 - Mail: kulturamt@weil-am-rhein.de
 
4.11.2018 - 7.07.2019 - Genug Stoff für Neues!?! - Zeitenwende in Friedlingen
 
NEU: Jeden Sonntag von 14.00 - 18.00 Uhr geöffnet (und bei Wochenendveranstaltungen im Kesselhaus)
Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage
 
Info:
Kulturamt Stadt Weil am Rhein, Humboldtstr. 2, 79576 Weil am Rhein

Tel: 07621/704416, s.kern@weil-am-rhein.de; kulturamt@weil-am-rhein.de

Donnerstag, 21. Juni 2018

Mitgliederversammlung des Vereins Kulturzentrum Kesselhaus am 7. Juni 2018

      Bei der Mitgliederversammlung begrüßte die Vorsitzende Ute Delatorre
      alle Anwesenden. Das Protokoll der letzten Jahresversammlung wurde
      einstimmig genehmigt. Der zweite Vorsitzende Tonio Paßlick hielt
      einen Rück- und Ausblick auf die Veranstaltungen im Kesselhaus.
      Besonders erwähnte er die Dauerläufer: Frauenflohmarkt,
      Kunsthandwerksmarkt, Grenzenloses Erzählforum, Kesseldisco,
      Tango-Nächte, Bluesnächte in Kooperation mit Exbluesive,  Konzerte
      mit Liedermachern und Songschreibern, das Repair-Café in Kooperation
      mit der VHS, Theaterveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Tempus
      Fugit, eigene
      Theaterproduktionen von Simone Lüdi, die Kindertheater-Aufführungen
      in Kooperation mit dem Familienzentrum Wunderfitz, Vorträge der
      Fotografischen Gesellschaft Dreiland,
      Dazu gab Tonio Paßlick Hinweise zu neuen infrastrukturellen
      Maßnahmen: die Website wird von Elisa Tanneberg-Passlick gestaltet,
      ein Nottelefon und ein Defibrillator wurden installiert. Die WWT als
      Verpächterin hat nach Brandschutz-Auflagen eine Beschattungsanlage
      auf dem Glasdach installieren lassen. In diesem Sommer wird das
      Kulturamt noch eine elektrische Verdunkelungsanlage anbringen lassen.
      Hans-Jürgen Friedrich verlas den Kassenbericht. Die Kasse wurde von
      Heinz Nüsslein und Veronika von Oeynhausen geprüft. Es gab keine
      Beanstandungen, somit wurde der Kassierer entlastet.
      Weiter berichtete er, dass der Mitgliederstand sich um 2 Personen
      erhöht hat. Von den 90 Mitgliedern haben bisher ein Drittel die neue
      Datenschutzverordnung unterschrieben zurückgeschickt. Er wird noch
      einmal daran erinnern.
      Zum Tagespräsident wurde Helmut Bleier ernannt. Er bat um Entlastung
      des gesamten Vorstandes, was ohne Gegenstimme bestätigt wurde.
      Im Rahmen einer Gruppenabstimmung wurde der gesamte Vorstand
      satzungsgemäß wie folgt ohne Gegenstimme gewählt:
      1. Vorsitzende Ute Delatorre
      2. Vorsitz. Tonio Paßlick (Personalunion: Medien und Programm)
      3. Schriftführerin Eveline Günther-Thietke (Personalunion
      Kunsthandwerksmarkt)
      4. Kassierer Hans-Jürgen Friedrich
      Beiräte
      Elisa Tanneberg-Paßlick (Bar + Website)
      Veronika v. Oeynhausen (Kreativkurse)
      Doris Sicklinger (Flohmarkt/Theater)
      Antje Lauber (Frauenflohmarkt)
      Tommi Monske (Kessel-Disko)
      Heinz Nüsslein (Museum Weiler Textilgesch. + Kassenprüfung)
      Monika Merstetter (Kulturring und Kassenprüfung)
      Ateliersprecher - jeweils die im einjährigen Turnus gewählten Ateliersprecher
Dienstag, 10. April 2018

Kesselhaus-Künstler stellen im Stapflehus aus

Vernissage: Samstag, 21. April, 18 Uhr, Städtische Galerie Stapflehus, Bläsiring 10 am Lindenplatz www.stapflehus.de

 

Kunst nimmt im Spektrum der kulturellen Angebote in Weil am Rhein einen wichtigen Anteil ein. Neben bedeutenden Galerien, einem aktiven Kunstverein, der Kunst im öffentlichen Raum mit zwei grenzüberschreitenden Kunstwegen oder Urban Art in Friedlingen und dem ART-Dorf Ötlingen liegt dies vor allem an den Ateliers im Kesselhaus. Seit 1995 sind rund um das Kulturcafé Kesselhaus als Teil des Kulturzentrums 22 Ateliers an professionelle Künstler aus dem Dreiland verpachtet. Regelmäßige gemeinsame Öffnungstage und viele internationale Ausstellungsprojekte haben den Ruf der Ateliers in der Kunstszene etabliert. Das Kulturamt hat die Künstler(innen) nun eingeladen, in einer gemeinsamen Ausstellung in der städtischen Galerie Stapflehus mit dem Titel "Das Kesselhaus im Stapflehus" aktuelle Werke zu zeigen. Bei der Vernissage am Samstag, den 21. April um 18 Uhr und während der Kulturnacht am 4. Mai von 19 bis 24 Uhr werden viele Künstler persönlich anwesend sein. Die Ausstellung ist geöffnet an Samstagen von 15 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen (wie dem 1. Mai und Christi Himmelfahrt) von 14 bis 18 Uhr. Sie dauert bis zum 27. Mai.

An der Ausstellung nehmen folgende Künstler(innen) teil: Volker Bessel, Ildiko Csapo, Paul Feeney, Nicole Franke, Gruppe "Landscape", Patrick Luetzelschwab, Gabriele Moll, Brunone Morandi, Marie-Louise Raue, Natascia Scarpa, Isa Schäfer, Kathrin Stalder, Niels Tofahrn, Dorothée Rothbrust, Elisabeth Veith, Markus Voellmy, Maritta Winter und Aline Zeltner.

 

Dienstag, 10. April 2018

Nachruf Paul Kochka-Thévènet

Paul Kochka-Thévènet am 20. Februar gestorben

Paul Thévènet hat sich schon frühzeitig den Künstlernamen "Kochka" (die Katze) gegeben. Der Spitzname passte für einen Menschen, für den sich alles im Leben um Kunst drehte. Am 20. Februar ist der von Kollegen im Kesselhaus, von Kunstfreunden und Kursbesuchern menschlich wie künstlerisch hoch geschätzte Franzose in einem Pflegeheim in Niedergebisbach (Hotzenwald) im Alter von 87 Jahren gestorben.

Er wohnte lange in Lörrach und ist einer der ersten Generation der Künstler im Kesselhaus, die 1995 ihr Atelier bezogen haben. Im rückwärtigen Flurbereich fand  der Besucher sein Atelier. Kohle- und Bleistiftzeichnungen weisen den Weg zum einzigen Franzosen der Ateliergruppe. Paul Kochka-Thévénet hat bei einer Ausstellung in der städtischen Galerie Stapflehus anlässlich seines 80. Geburtstag die Zuneigung seiner Kollegen im Kesselhaus erfahren dürfen, die ein Porträt des welterfahrenen Bildhauers und Zeichners aus Lyon für ihn konzipierten. Porträts, Akte, Katzenmotive, subtilen Studien, Zeichnungen und Terrakottafiguren: ein Ausschnitt seines Lebenswerks. Sein Studio schien einem Skizzenbuch aus der Zeit Rodins entlehnt worden zu sein. Tatsächlich atmen die naturalistischen Porträts und Aktzeichnungen, die Detailbeschreibungen von Räumen und Objekten den Sinn und das Verständnis für seelische Impulse. Bis ins hohe Alter gab  der Künstler noch Kurse in Volkshochschulen zwischen Weil und Waldshut, unermüdlich war er bei der Arbeit an etruskisch inspirierten Keramikobjekten oder Skizzen zu sehen. Als künstlerisches Faktotum wirkte er auch lange Jahre beim Weiler Museumskreis mit, wo ihm die Visualisierung abstrakter Themen mit außerordentlicher Subtilität in großformatigen Bildern gelang.

Sein Metier hat er von der Pike auf gelernt an der Akademie des Beaux Arts seiner Heimatstadt Lyon. Die figürliche Bildhauerei, das Aktzeichnen, das Porträtzeichnen, das fundierte Studium der menschlichen Proportionen, der Anatomie, das sind Dinge, auf denen seine Arbeiten basieren. Die Figur, der Akt, das Porträt sind bis heute seine großen Themen geblieben. "Aber ich arbeite jetzt mehr mit ganz einfachen Linien" sagte der über 80jährige.

Zahllose Zeichnungen, Aquarelle und Pastelle sind in den mehr als 65  Jahren seines Schaffens entstanden. Sein Lebensweg führte ihn in jungen Jahren nach Paris und Brüssel, wo er namhaften Künstlern, wie André Malraux und Henry Miller begegnete. Von einem russischen Immigranten in Brüssel erhielt Paul Thévenet den Beinamen «Kochka» -die Katze, den er bis zu seinem Tod beibehalten hatte. Während seiner Zeit in Deutschland (nach 1964) spezialisierte er sich zunächst besonders auf seine berühmten Zeichnungen und seit 1988 mehr und mehr auf Skulpturen und Plastiken.

Arbeiten von Paul Kochka-Thèvénet waren immer wieder im Kulturcafé des Kesselhauses zu sehen. Vor zwei Jahren wurde ihm anlässlich seines 85. Geburtstages von seinen Künstlerkollegen im Kesselhaus eine Sonderausstellung im Atelier von Kathrin Stalder organisiert. Im Jahr 2010 widmete ihm das Kulturamt im Stapflehus eine Sonderausstellung zu seinem 80. Geburtstag.

Beim ART-Dorf Ötlingen beteiligte er sich mit einer Terracotta-Plastik,  der er den Namen "La Pisseuse" gab. Die Plastik überließ er der Stadt Weil am Rhein für die Dauer-Ausstellung im ART-Dorf. Sie steht im Garten des Hauses Dorfstraße 87.  

Paul Kochka-Thévènet wurde gerade im hohen Alter von Menschen unterstützt, die seine liebenswerte Ausstrahlung, seinen französischen Charme, sein künstlerisch authentisches Wirken und gleichermaßen ungekünsteltes menschliches Engagement für gemeinsame Projekte schätzen und lieben gelernt hatten. Ein Ehepaar hat ihn in seinem letzten Lebensjahr auf dem Hotzenwald auf rührende Weise begleitet. Auch viele Schüler, Kollegen und  Freunde werden die Begegnungen , Gespräche und Erlebnisse mit dem Mann mit der Latzhose und dem freundlichen Lächeln  schmerzlich vermissen.

Dienstag, 10. April 2018

Nachruf Holger Kröner

Kesselhaus-Künstler Holger Kröner am 19. März verstorben

Holger Kröner war seit der Eröffnung der Ateliers im Kesselhaus im Jahr 1995 einer der prägenden Künstler in der Weiler Ateliergruppe. Vier Jahre lang war er Vorsitzender und anschließend Stellvertreter im Verein Kulturzentrum Kesselhaus, zehn Jahre engagierter Ateliersprecher, der einen großen Teil zum grenzüberschreitend guten Ruf der Ateliers in Friedlingen beigetragen hat. Am Montag ist er nach längerer schwerer Erkrankung in Lörrach gestorben.

Geboren und aufgewachsen war Holger Kröner im hessischen Bad Vilbel, wo er nach seinem Abitur zunächst ein Studium der Feinwerktechnik abschloss und dann bis in die späten 80er-Jahre als Diplom-Ingenieur tätig war. Der Kontakt zu Künstlern und insbesondere der Unterricht bei Rolf Samuel in Lörrach und Günter Jentsch in Düsseldorf brachte ihn dazu, seine künstlerischen Ideen hauptberuflich umzusetzen.  Von 1989 bis 1993 studierte er Malerei an der Neuen Kunstschule in Zürich, seit 1995 faszinierte er viele Kunstfreunde, Kollegen und Schüler mit seinen "Earthpaintings".

Für seine archaisch anmutenden, teilweise reliefartigen Bilder setzte er ursprüngliche Naturmaterialien ein: tonige Erden, Sand, Stein aus Europa, aus australischen, arabischen, afrikanischen oder südamerikanischen Wüsten. Helle Sandtöne, warme, leuchtkräftige Erden in verschiedener Konsistenz, schwarze, grüne, bläuliche Steine bilden in seinen Werken Schwerpunkte, Beziehungsgeflechte oder Blickpunkte. Mit diesen „Urelementen“ gelang es Holger Kröner, seine Themen und Vorstellungen adäquat in Bildern umzusetzen.

Viele Ausstellungen in Galerien des Dreilands ließen in ihn der weiteren Region bekannt werden. 2002 und 2010 widmete ihm die städtische Galerie Stapflehus Ausstellungen, 2012 war er auch bei einer Ausstellung im Triangle in Hüningen beteiligt, im Jahr 2003 wurde ihm der Markgräfler Kunstpreis zugesprochen. Im Büro des Weiler Oberbürgermeisters Wolfgang Dietz hängt ein Earthpainting mit dem Titel "Zu neuen Horizonten", dass der Oberbürgermeister der Stadt nur wenige Monate nach Arbeitsaufnahme erworben hatte. Seit war es immer wieder Anknüpfungspunkt für Gespräche über Kunst.

In den letzten Jahren musste Holger Kröner seiner Erkrankung Tribut zollen. Dennoch hielt er am Atelier im Kesselhaus fest, seine Frau Karin und Freunde ermöglichten die Öffnung des Ateliers an den Kesselhaus-Öffnungstagen.

“Der frühe Mensch hat bereits Erde als farbgebendes Element erkannt und sich ihrer bei Kult und Ritualen bedient,” hat Kröner einmal gesagt. Und in einer zentralen Regionen der europäischen Geschichte, nämlich den sandigen Hochebenen Anatoliens hat Holger Kröner die erdigen Farben mit auf die künstlerische Reise genommen.

"Holger Kröner muss nicht an diesen Orten gewesen sein, er nimmt uns auf eine virtuelle Reise mit zu den Inseln im Landmeer unserer globalen kulturellen Selbstvergewisserung", sagte der Weiler Kulturamtsleiter Tonio Paßlick bei einer Vernissage-Rede. Aus dem Stoff werden Bilder, Vorstellungen, Meditationen. Ein Bild heißt wirklich “Die Geister die ich rief…” und beschreibt die Wirkungen intensiver Reflektion über den eigenen Bezug zu den Ursprüngen und Leuchttürmen dieser Erde. Zwischen der Demut vor den organischen Prozessen wie den warmen Tönen von Blättern, die in Wellen übergehen über die erkennbaren Fixierungen auf wichtige Orientierungen wie das kretische Lentas oder die Pyramide von Gizeh und das legendäre Troja. Die wesentlichen Impulse des Lebens sind auch in ihrer Abstraktion sehr konkret, wenn man sich ihrer Aura und Ihrer geistigen Anziehung aussetzt: so bildet sich der Dialog des Künstlers mit seinen Fragen im künstlerischen Prozess ab, “Spuren”, “In Search” sind Wegmarken des Dialogs, der nicht nur nach physischen Orten fragt, sondern auch in anderen Koordinatensystemen denkt: hin zum “Zeitenbaum” in “Fremde Welten” hinein…"

Mit seinem aufmerksamen, empathischen Wesen und seiner ständigen Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten wird Holger Kröner bei Künstler-Kollegen, Sammlern und Freunden in zeitloser Erinnerung bleiben.

 

Donnerstag, 23. November 2017

Ab 05.11. - Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte

Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte

Die Ausstellung mit dem Titel "Bakuba Design - Textilkunst aus dem Herzen Afrikas" zeigt eine Auswahl an Raphiatextilien der Bakuba aus dem zentralafrikanischen Kongogebiet. Die
Webstücke bestechen durch die Einzigartigkeit ihrer dekorativen geometrischen Muster, die heute in der Mode und in der modernen Wohnkultur hochaktuell sind. Auch die Künstler der klassischen Moderne wie Henri Matisse, Paul Klee und Pablo Picasso ließen sich schon im frühen 20. Jahrhundert von diesen traditionellen Designs inspirieren und stilbildend beeinflussen.

Die Motive der Bakuba sind auf den ersten Blick streng geometrisch, aber auf den zweiten Blick erkennt man das raffinierte Formenspiel und die Lust an der Improvisation. Das symmetrische Anfangsmuster wird jedoch nicht auf dem ganzen Stoffstück fortgeführt, sondern es verändert sich fließend. Die Stickerinnen spielen mit der Asymmetrie und wandeln die Muster im Fortschreiten der Arbeit fast unmerklich aber stetig ab.
Neben der Formensprache ist auch die handwerkliche Technik der Bakuba bemerkenswert, die zur Herstellung des sogenannten Kasai-Samtes angewandt wird.

Die Ausstellung wird vom 5.11.2017 bis zum 1.07.2018 zu sehen sein. Die Öffnungszeiten des Museums sind jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr.
Anlässlich des Kunsthandwerkermarktes am 11. und 12. November im Kulturzentrum Kesselhaus und anlässlich des Tags der offenen Ateliers der Kesselhaus-Künstler am 3.Dezember hat das Museum von 11-18 Uhr geöffnet. An diesen Tagen ist der Museumseintritt frei.

Kulturzentrum Kesselhaus e.V.
Am Kesselhaus 13
D 79576 Weil am Rhein

 

Informationen zu Veranstaltungen:

Tel. +49 7621 704 412 (städt. Kulturamt)
info@kulturzentrum-kesselhaus.de

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