Eröffnung der neuen Sommerausstellung "Urban Knitting" am 29.04.2016

Ausgehend vom Projekt ‚Aufsehen’ in Zürich 2015 und der darüber hinausgehenden Sammlung stellt die Kesselhaus-Künstlerin (Kathrin Stalder gemeinsam mit Pirkko Nidecker und Ute Lennartz-Lembeck Banner und handgestrickte Stücke in einer neuen erfahr-, erleb- und begehbaren Installationsform im Museum Weiler Textilgeschichte aus. Beteiligt waren über 100 StrickerInnen aus Basel, Deutschland, der Schweiz und Finnland, über 100 verschiedene handgeschriebene Banner (immer mit der Frage ‚was bewegt dich’) aus 12 verschiedenen Ländern (Argentinien, Belgien, Deutschland, Hawaii, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien, Südafrika, Taiwan, USA, neu dazu gekommen: Kenia).

Urban Knitting macht Beziehungen deutlich, durch die Herstellung, mit dem Gegenstand, mit dem Ort. Das weiche Material kann als Interesse verstanden werden, unsere Sinne und Fähigkeiten wahrzunehmen, eine emotionale, aufeinander bezogene Lebensweise zu entwickeln.

Urban Knitting ist eine vergleichsweise junge Art der Streetart, die sich die Wiederaneignung des öffentlichen Raums zum Thema gemacht hat.

Street Art integriert sich in die alltägliche Umwelt, der öffentliche Raum wird zum Aktionsraum unvorhergesehener Begegnungen, sie spricht die Menschen nicht als Konsumenten an.

Gemeinsame Projekte verbinden sich zu einer realen Communitiy.

Im Zeitalter der urbanen Vereinsamung sehnt sich der Mensch meist nach Sozialem und der Möglichkeit des Austauschs. Über virtuelle Kanäle entstehen Plattformen des Meinungsaustauschs, daraus entwickeln sich Gruppen, die sich im realen Raum treffen und das Ziel haben, ihre Umwelt selbst zu gestalten und so mit ihr in Dialog zu treten. Es kommt nicht darauf an, etwas neu zu erfinden, es kommt darauf an, das eine mit dem anderen zu verbinden, den Faden aufzunehmen und ihn zu verknüpfen.

Weitere Infos vom 15. April an unter www.kulturnacht-löwe.de

Textilmuseum

Museum Weiler Textilgeschichte

Drei große Textilansiedlungen werden im Museum Weiler Textilgeschichte beim Kesselhaus dokumentiert: die Färberei & Appretur Schusterinsel, die Färberei & Appretur Schetty (das Glashaus als denkmalgeschütztes Gebäude am Dreiländereck ist das einzige Relikt hinter dem Rheincenter) und die Seidenstoffweberei Robert Schwarzenbach, die als letzte produzierende Textilindustrie Friedlingens 1982 ihren Betrieb einstellte. In der ehemaligen Schlosserei und Schreinerei kann Arbeitsgeschichte mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Beide Räume wurden mit ihren historischen Maschinen aus den Zwanzigerjahren, mit ihren Transmissionsriemen, Werkzeugen, dem charakteristischen Ölgeruch und zahlreichen Relikten der Arbeitswelt liebevoll gepflegt und restauriert. In der Schreinerei sind auf Luftbildern die Stationen der Industriegeschichte zu sehen, Musterbücher dokumentieren die Produktpalette. In kleinen Sonderausstellungen zeigt der Kurator David Dinse unterschiedlichste Aspekte des Arbeitslebens und der Erzeugnisse dieser Textilepoche Die Industriegeschichte der Grenzstadt Weil am Rhein ist zwischen 1880 und 1982 maßgeblich geprägt worden von der Textilindustrie.
 
Öffnungszeiten:

Jeder erste Sonntag im Monat von 14:00 - 17:00 Uhr und bei Wochenendveranstaltungen sowie auf Anfrage.

Kontakt:

David Dinse, Telefon +49 7621 792219 oder +49 7621 704416
d.dinse@weil-am-rhein.de und david.dinse@museen-weil.info
www.museen-weil.de

Kulturzentrum Kesselhaus e.V.
Am Kesselhaus 13
D 79576 Weil am Rhein

 

Informationen zu Veranstaltungen:

Tel. +49 7621 704 412 (städt. Kulturamt)
info@kulturzentrum-kesselhaus.de

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