Kunst, Kleinkunst, Theater, Tanz, Kunsthandwerk, Musik und viele andere kreative Lebensbereiche machen den Charme des Kulturzentrums Kesselhaus im deutschen Teil des Dreiländerecks aus. Nur wenige Minuten von der Grenze nach Frankreich und in die Schweiz entfernt, hat die Stadt Weil am Rhein in den denkmalgeschützten Hallen der ehemaligen Seidenstoffweberei Schwarzenbach Anfang der Neunzigerjahre ein lebendiges Kulturzentrum mit 21 Künstlerateliers, Theater- und Konzertraum, Töpfer- und Bildhauerstudio, Kulturcafe, Proberäumen für Rockgruppen und einem Museum der Weiler Textilgeschichte installiert.
Als Partner des städtischen Kulturamtes organisiert der Verein Kulturzentrum Kesselhaus e.V. zahlreiche Konzerte, Theaterinszenierungen, Festivals, Kurse, Märkte und andere Events.
Das Kesselhaus ist ein Raum für gesellschaftliche Anlässe und regelmässige Kulturveranstaltungen, das Kesselhaus-Team ist aber auch Programmmacherin und Veranstalterin. Als solche will es in seinem Programmangebot neben einem festen Veranstaltungsplan schnell und unkompliziert auf zeitgenössische regionale bis internationale Produktionen reagieren. Es ist dabei erklärtes Ziel, dem Publikum neben etablierten Kunstschaffenden und Veranstaltungen auch Unbekanntes, Unerwartetes und Unkonventionelles zu präsentieren.
Mit seinem Mehrspartenprogramm richtet es sich an ein gemischtes Publikum und an Menschen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds, an Menschen offen für Neues und mit Interesse an Kultur und Kulturen. Der Verein ist für neue Mitglieder und neue Ideen offen und freut sich auf kritische Begleitung, Mitarbeit und weitere konzeptionelle Inspirationen.
Geschichten spinnen, Fäden sticken, Bande knüpfen
Geschichten spinnen, Fäden sticken, Bande knüpfen ist ein zweistündiger künstlerisch-performativer Workshop zum Weltfrauentag. Das Format schafft einen offenen Raum für Erinnerung, Austausch und gemeinsame Praxis und verbindet Input, Gespräch, körperbezogene performative Übungen und textil-künstlerisches Arbeiten. Ausgehend von historischen Beispielen weiblicher Solidarität, von weiblich geprägten Wissensformen und Mythen werden Textpassagen gelesen und gemeinsam reflektiert. Im Fokus stehen dabei Fragen danach, wie Wissen weitergegeben, geteilt und bewahrt wurde – jenseits offizieller Geschichtsschreibung. Körperbezogene, performative Übungen unterstützen das Ankommen im Raum und schärfen die Wahrnehmung für Aufmerksamkeit, Beziehung und gegenseitige Fürsorge. Parallel entsteht in einem offenen, kollektiven Prozess ein textiles Arbeiten als Form von Wissensaufschreibung. Textile Praxis wird dabei als historisch weiblich konnotierte Wissensform verstanden – als ein Medium, in dem Erfahrung, Erinnerung und Bedeutung eingeschrieben, weitergetragen und transformiert werden können. Diskursives Nachdenken, Erzählen und praktisches Handeln sind dabei nicht getrennt, sondern bedingen und ergänzen sich gegenseitig. Der Workshop ist als Safe Space für Frauen* konzipiert, steht jedoch allen Interessierten offen, die sich mit Fragen von Solidarität, Fürsorge, Geschichte und weiblicher Sichtbarkeit auseinandersetzen möchten
Konzept und Leitung: Hannah Kindler, Katarina Strasser und Katharina Wenk, Mitglieder des Künstlerinnenkollektivs M.A.R.S. – Maternal Artistic Research Studio.
Das Kollektiv arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Care, feministischer Geschichtsschreibung und kollektiven Lernformen. Der Workshop versteht sich als praktische Auseinandersetzung mit Solidarität, Empowerment und gegenseitiger Fürsorge – verbindend, kritisch und widerständig.
Veranstalter: Abt. Museen & Galerie
begrenzte Platzzahl, Anmeldung erwünscht unter museen@weil-am-rhein.de
Kulturzentrum Kesselhaus e.V.
Am Kesselhaus 9
D 79576 Weil am Rhein
Informationen zu Veranstaltungen:
Tel. +49 7621 704 412 (städt. Kulturamt)
verein@kulturzentrum-kesselhaus.de
Mit freundlicher Untersützung von der
