Karola Kauffmann: "Kunstvoll verwoben"

Das Museum Weiler Textilgeschichte hat am Sonntag, den 5. Dezember anlässlich der Kunstbaustelle der Kesselhauskünstler erweiterte Öffnungszeiten. Die Sonderausstellung „Kunstvoll verwoben. Karola Kauffmann auf Tuchfühlung mit Schwarzenbach & Co.“ ist an diesem Sonntag von 11-18 Uhr geöffnet.
 
Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag frei. Die Ausstellung ist zwar noch bis zum 17. Juli 2022 zu sehen, aber ein Besuch lohnt sich besonders im Zusammenhang mit der "Kunstbaustelle".
 
Karola Kauffmann ist eine der letzten Berufshandweberinnen in Deutschland. Die Stoffe, Kleider und Kunstobjekte, die sie im Museum präsentiert, hat sie auf einem über 200 Jahre alten Webstuhl gewebt, wie man ihn früher, lange vor der Industrialisierung, zur Heimarbeit in den Stuben stehen hatte.
 
Karola Kauffmanns handgewebte Stoffe sind Kunst - von hohem Anspruch und hoher Güte. Sie verwendet edle Naturmaterialien wie Seide, Kaschmir oder die Haare des wertvollen mongolischen Yangir-Steinbocks und des wilden Moschusochsen. Sie experimentiert mit Metalldraht und Kunststoffen. Karola Kauffmann spielt mit Material, Farben und Technik und ist immer auf der Suche nach dem Besonderen. Es entstehen erlesene Stoffe und Tücher voller Kraft, Charakter und Eigenwilligkeit.
 
Auf Tuchfühlung mit Schwarzenbach & Co.:
 
Genau wie die Seidenweberei Robt. Schwarzenbach & Co. einst in Friedlingen stellt Karola Kauffmann Seidenstoffe her, aber auf traditionelle handwerkliche Weise. Ihre Art des Arbeitens geht der mechanisierten Produktionsform wie sie beispielsweise in der Seidenweberei Robt. Schwarzenbach & Co. erfolgte, voraus.
 
Gleichzeitig entstanden große textile Firmenimperien wie Schwarzenbach & Co. aus dem Verlagssystem (d.h. dem Vertrieb und Handel der Stoffe aus Heimarbeit) des 19. Jahrhunderts.
 
So schließt sich mit der Präsentation von Karola Kauffmanns wunderschönen Arbeiten in den ehemaligen Räumen der Seidenweberei Schwarzenbach in Friedlingen der Kreis.
 
Die Ausstellung "Kunstvoll verwoben – Karola Kauffmann auf Tuchfühlung mit Schwarzenbach und Co" ist bis 17. Juli 2022 jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr zu sehen.
 

Museum Weiler Textilgeschichte

Die Dauerausstellung

 
Drei große Textilansiedlungen werden im Museum Weiler Textilgeschichte beim Kesselhaus dokumentiert: die Färberei & Appretur Schusterinsel, die Färberei & Appretur Schetty (das Glashaus als denkmalgeschütztes Gebäude am Dreiländereck ist das einzige Relikt hinter dem Rheincenter) und die Seidenstoffweberei Robert Schwarzenbach, die als letzte produzierende Textilindustrie Friedlingens 1982 ihren Betrieb einstellte. In der ehemaligen Schlosserei und Schreinerei kann Arbeitsgeschichte mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Beide Räume wurden mit ihren historischen Maschinen aus den Zwanzigerjahren, mit ihren Transmissionsriemen, Werkzeugen, dem charakteristischen Ölgeruch und zahlreichen Relikten der Arbeitswelt liebevoll gepflegt und restauriert. In der Schreinerei sind auf Luftbildern die Stationen der Industriegeschichte zu sehen, Musterbücher dokumentieren die Produktpalette. In kleinen Sonderausstellungen zeigt die Kuratorin Simone Kern unterschiedlichste Aspekte des Arbeitslebens und der Erzeugnisse dieser Textilepoche. Die Industriegeschichte der Grenzstadt Weil am Rhein ist zwischen 1880 und 1982 maßgeblich von der Textilindustrie geprägt worden.
 
Öffnungszeiten:

Jeden Sonntag im Monat von 14.00 - 18.00 Uhr  und bei Wochenendveranstaltungen im Kulturzentrum
Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage
 
MUSEUM WEILER TEXTILGESCHICHTE
79576 Weil am Rhein Friedlingen - Am Kesselhaus 23 - www.museen-weil.de
 
Kontakt:
Kulturamt Stadt Weil am Rhein, Simone Kern, Humboldtstr. 2, 79576 Weil am Rhein
Telefon: + 49 (0)7621 704416 - Mail: kulturamt@weil-am-rhein.de; s.kern@weil-am-rhein.de
 

 

Kulturzentrum Kesselhaus e.V.
Am Kesselhaus 13
D 79576 Weil am Rhein

 

Informationen zu Veranstaltungen:

Tel. +49 7621 704 412 (städt. Kulturamt)
info@kulturzentrum-kesselhaus.de 

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