Neue Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte: Die Fäden in der Hand. Eine Reise in die Welt der Marionetten und Puppen

Neue Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte
Die Fäden in der Hand. Eine Reise in die Welt der Marionetten und Puppen
(06.10.2025 – 26.07.2026)
 
Erneutes Kooperationsprojekt mit Weiler Schule
In der Ausstellung „Die Fäden in der Hand. Eine Reise in die Welt der Marionetten & Puppen“ können die Besucher verschiedene Modelle sowie Filme entdecken, die von Schüler*innen des Kant-Gymnasiums, Weil am Rhein, erstellt wurden. Seit mehreren Jahren besteht mit den Städtischen Museen diese Kooperation und regelmäßig werden in den verschiedenen Städtischen Museen Schülerarbeiten gezeigt. An einem historischen Ort der Weiler Textilindustrie, wo einst Arbeiter*innen unter schwierigen Bedingungen ihren Lohn verdienten, zwischen Maschinen, präsentieren sich nun Marionetten und Handpuppen. Die sehr unterschiedlichen Werke entstanden im Rahmen des Kunstunterrichts der beiden Lehrerinnen Barbara Hirn und Ledda Salazar. Die 3-Länder-Stadt Weil am Rhein, zertifiziert als kinderfreundliche Kommune, ist bestrebt Kinder und Jugendliche aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu lassen. Gerade im Kulturbereich gibt es viele Angebote und Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit, wie auch diese erneute Kooperation zeigt.
 
Fäden, Finger, Fantasie – Die Welt der Marionetten und Handpuppen
Seit Jahrhunderten faszinieren Marionetten und Handpuppen Menschen auf der ganzen Welt. Ob auf Jahrmärkten, in Theatern oder im pädagogischen Kontext – sie sprechen unsere Vorstellungskraft an, bringen Geschichten zum Leben und eröffnen einen spielerischen Zugang zu komplexen Themen. Marionetten, gelenkt über feine Fäden, scheinen schwerelos über die Bühne zu tanzen. Ihre Kunst liegt in der Illusion: Die Bewegung wirkt lebendig, fast menschlich, obwohl sie einzig von der Geschicklichkeit der Spielenden gelenkt wird. Marionetten sind seit Jahrtausenden Teil der menschlichen Zivilisation. Im Laufe der Jahrhunderte haben sie sich ständig weiterentwickelt und verändert. Das europäische Puppentheater im engeren Sinne entwickelte sich vor allem im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. In Deutschland verbreitete sich das Puppentheater im 12. Jahrhundert. Um 1800 waren Marionetten fast überall in Deutschland bekannt und beliebt. Die berühmteste Marionette der Welt ist sicherlich Pinocchio (1881), dessen Geschichte mittlerweile mehrfach verfilmt ist. War Puppentheater vor dem Aufkommen der Filmindustrie als Straßenkunst, auf Jahrmärkten und in Theatern präsent, erlangte es mit dem Fernsehen den Einzug in die privaten Haushalte. Im 20. Jahrhundert sind plötzlich Marionetten und Handpuppen Stars beliebter Kindersendungen und animierter Filme. Auf diese Weise gewannen sie ein noch breiteres Publikum. Wer kennt sie nicht, die Augsburger Puppenkiste, die Sesamstraße oder die Muppets. Neben den Figuren wie Ernie und Bert oder Jim Knopf, sind sogar Lieder aus den einzelnen Geschichten regelrechte Hits geworden. Im Museum Weiler Textilgeschichte dürfen jetzt lokale Schöpfungen bewundert werden, die sicherlich den ein oder anderen Besuchern zum Staunen bringen.
 
Sonderöffnung & Rahmenprogramm
 
Kunsthandwerkermarkt
8./9.11.2025, 11-18 Uhr, Eintritt frei
Christoph Faller feuert erneut die Schmiede an
Basteltisch zum Thema „Marionetten“
 
Tag der offenen Ateliers
07.12.2023, 11-18 Uhr, Eintritt frei
Christoph Faller feuert erneut die Schmiede an
Basteltisch zum Thema „Marionetten“
 
Museumsnacht Basel
23.01.2026, 18-02 Uhr
Umfassendes Rahmenprogramm mit angefeuerter Schmiede, Basteltisch, geöffneten Ateliers, Führungen, Bewirtung etc.
 
Führungen
durch das Museum, die Sonderausstellung und über das Schwarzenbach-Areal an folgenden Sonntagen während der Öffnungszeit mit Joachim Kempf:
15.03.2026, 15 Uhr
10.05.2026, 16 Uhr
26.07.2025, 16 Uhr, Führung & Finissage
 
Gruppenführungen
auf Anfrage
 
Öffnungszeiten
So 14-18 Uhr, Eintritt 1 €
Kostenloser Eintritt für MuseumsPassMusée-Inhaber
 
Adresse
Kesselhaus 19, 79576 Weil am Rhein
 
Kontakt für Rückfragen
Abteilung Museen & Galerie
Rathausplatz 1, 79576 Weil am Rhein
Tel. +49 7621 704-408
 

Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte

Kunst & Design.  H. Th. Baumann zum 100. Geburtstag Textilarbeiten für Irisette & Schiesser
09.11.2024 - 27.07.2025
 
Hans Theo Baumann hat das Design der Bundesrepublik Deutschland von der Nachkriegszeit bis heute entscheidend geprägt. Sein Name ist eng mit dem deutschen Design ver-bunden. Er hat Entwürfe für mehr als 50 Firmen entwickelt, die jahrzehntelang - teilweise noch bis heute – produziert werden und damit Designgeschichte geschrieben. Sein Ansatz wie seine Ausbildung waren breit angelegt, sein Anspruch wie auch seine Tätigkeit waren ganzheitlich. Seine Kenntnisse in den Herstellungsprozessen, in den Materialien sowie seine Erfahr-ungen waren in nahezu allen Bereichen umfassend: Glas, Keramik, Porzellan, Möbel, Besteck, Beleuchtungskörper, Kunststoffprodukte, Textil sowie künstlerische Arbeiten. Heute sind seine Arbeiten in Museen in Hamburg, München, Köln, Karlsruhe, Coburg und New York zu finden.Am 27.10.2024 wäre Baumann 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigen fünf Kulturinstitutionen in Schopfheim (Kulturfabrik, Stadtmuseum), Weil am Rhein (Museum am Lindenplatz, Museum Weiler Textilgeschichte) und Huningue, Frankreich (Le Triangle) Ausstellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten seines umfangreichen Oeuvres. Im Museum Weiler Textilgeschichte sind seine Textilarbeiten für Irisette und Schiesser aus den 1970er Jahren zu sehen.
 
Die Ausstellung eröffnet im Anschluss des Kunsthandwerkermarktes am 9.11.2024 ab 11.30 Uhr. An beiden Tagen des Kunsthandwerkermarktes wird auch die Schmiede von Christoph Faller angefeuert. An einem Basteltisch können Kinder sich mit dem Werk von Hans Theo Baumann kreativ auseinandersetzen.
 
Sonderöffnungen mit freiem Eintritt
 
Kunsthandwerkermarkt
09.11.2024, 11.30-18 Uhr (Schmied & Basteltisch)
10.11.2024, 11.30-18 Uhr (Schmied & Basteltisch)
 
Tag der offenen Ateliers
01.12.2024, 11-18 Uhr (Schmied)
 
Finissage
27.07.2025, ab 15 Uhr
 
Führungen
durch das Museum, die Sonderausstellung und über das Schwarzenbach-Areal an folgenden Sonntagen während der Öffnungszeit mit Joachim Kempf:
 
24.11.2024, 15 Uhr
19.01.2025, 15 Uhr
16.02.2025, 15 Uhr
13.04.2025, 16 Uhr
04.05.2025, 16 Uhr
27.07.2025, 16 Uhr, Führung & Finissage
 
Anfragen zu Führungen unter museen@weil-am-rhein.de
 
Öffnungszeiten des Museums
So 14-18 Uhr und auf Anfrage
 
Weitere Informationen unter www.museen-weil-am-rhein.de

 

Bettwäsche für Irisette/ Fotograf: Thomas Kehl Schiesser Bademode, 1970er/ Fotografin: Luis Lenz Jet-Set Mode 1970er, Schiesser/ Fotografin: Barbara Brutscher

Museum Weiler Textilgeschichte

Die Dauerausstellung

 
Drei große Textilansiedlungen werden im Museum Weiler Textilgeschichte beim Kesselhaus dokumentiert: die Färberei & Appretur Schusterinsel, die Färberei & Appretur Schetty (das Glashaus als denkmalgeschütztes Gebäude am Dreiländereck ist das einzige Relikt hinter dem Rheincenter) und die Seidenstoffweberei Robert Schwarzenbach, die als letzte produzierende Textilindustrie Friedlingens 1982 ihren Betrieb einstellte. In der ehemaligen Schlosserei und Schreinerei kann Arbeitsgeschichte mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Beide Räume wurden mit ihren historischen Maschinen aus den Zwanzigerjahren, mit ihren Transmissionsriemen, Werkzeugen, dem charakteristischen Ölgeruch und zahlreichen Relikten der Arbeitswelt liebevoll gepflegt und restauriert. In der Schreinerei sind auf Luftbildern die Stationen der Industriegeschichte zu sehen, Musterbücher dokumentieren die Produktpalette. In kleinen Sonderausstellungen zeigt die Kuratorin Simone Kern unterschiedlichste Aspekte des Arbeitslebens und der Erzeugnisse dieser Textilepoche. Die Industriegeschichte der Grenzstadt Weil am Rhein ist zwischen 1880 und 1982 maßgeblich von der Textilindustrie geprägt worden.
 
Öffnungszeiten:

Jeden Sonntag im Monat von 14.00 - 18.00 Uhr  und bei Wochenendveranstaltungen im Kulturzentrum
Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage
 
MUSEUM WEILER TEXTILGESCHICHTE
79576 Weil am Rhein Friedlingen - Am Kesselhaus 23 - www.museen-weil.de
 
Kontakt:
Städt. Museen Weil am Rhein / Kulturamt, Dr. Barbara Brutscher, Rathausplatz 1, 79576 Weil am Rhein
Telefon: + 49 (0)7621 704416 - Mail: kulturamt@weil-am-rhein.de; b.brutscher@weil-am-rhein.de
 

Kulturzentrum Kesselhaus e.V.
Am Kesselhaus 9
D 79576 Weil am Rhein

 

Informationen zu Veranstaltungen:

Tel. +49 7621 704 412 (städt. Kulturamt)
verein@kulturzentrum-kesselhaus.de 

Mit freundlicher Untersützung von der