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Sonntag, 2. Dezember 2018

offene Ateliers - mit Küntlergästen 11-18 Uhr

Begrüssung durch Herrn Oberbürgermeister Wolfgang Dietz

im Kulturcafé um 11 Uhr

Montag, 12. November 2018

Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte: "Genug Stoff für Neues !?!- Zeitenwende in Friedlingen"

Die neue Sonderausstellung "Genug Stoff für Neues!?! - Zeitenwende in Friedlingen " beleuchtet die Situation der hiesigen Textilindustrie nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Die beiden Färbereien Schetty und FAS Schusterinsel hatten sich bereits in den 1880er Jahren in Weil-Friedlingen angesiedelt und waren Teil des gewachsenen, grenzüberschreitend arbeitenden Textilsektors im Dreiland. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Rückgliederung des Elsasses an Frankreich brach das durchlässige wirtschaftliche Gefüge im Dreiland mit einem Schlag auseinander.

 
Was dies für die Textilbetriebe bedeutete, wird besonders am Beispiel der Seidenweberei Robt. Schwarzenbach deutlich, die sich 1922 neu in Weil-Friedlingen ansiedelte. Die Schweizer Firma hatte bereits 1897 im elsässischen Hüningen eine Tochterfirma gegründet, um die Schutzzollpolitik des Deutschen Reiches zu umgehen. Von 1918 an wurde das Werk dem französischen Staatsgebiet zugerechnet, es kamen andere (Zoll-) Bestimmungen und Währungen zum Tragen.
 
Die Ausstellung zeigt auf, wie die bereits bestehenden Färbereibetriebe sich nach dem Kriegsende in einer wirtschaftlich schweren und politisch instabilen Zeit der jungen Weimarer Republik zu behaupten versuchen und wie und warum die Seidenweberei Schwarzenbach das Wagnis einer Fabrikneugründung in dieser Zeit eingeht.
 

Diese Ausstellung wird im Rahmen eines gemeinsamen Ausstellungprojekts des Netzwerks Museen zur Zeitenwende 1918/19 in Europa präsentiert. Über 30 Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz nehmen an dem Projekt teil und informieren über den Epochenwechsel vor 100 Jahren. Es ist die größte grenzüberschreitende Ausstellungsreihe zur Zeitenwende. Weitere Informationen zum Netzwerkprojekt unter:
https://www.dreilaendermuseum.eu/de/Netzwerk-Museen/1918-19-Zeitenwende

 
Die Ausstellung wird vom 4.11.2018 bis zum 7.07.2019 zu sehen sein. Die Öffnungszeiten des Museums sind jeden Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr.
Anlässlich des Kunsthandwerkermarktes am 11. und 12. November im Kulturzentrum Kesselhaus und anlässlich des Tags der offenen Ateliers der Kesselhaus-Künstler am 2. Dezember hat das Museum von 11-18 Uhr geöffnet. An diesen Tagen ist der Museumseintritt frei.

Ein besonderer Höhepunkt am Termin des Kunsthandwerksmarktes und am Tag der offenen Ateliers ist die Inbetriebnahme der Schmiede. Ab 13 Uhr arbeiten Heinz Nüsslein und Helmut Bleier vom Freundeskreis des Museums an der befeuerten Esse, an der früher die Schlosser der Seidenweberei Schwarzenbach ihren Dienst getan haben. Der Geruch des Feuers vermischt mit dem Ölgeruch aus alten Tagen und das Hämmern auf dem Amboss werden die Besucher in alte Zeiten zurückversetzen.
 
MUSEUM WEILER TEXTILGESCHICHTE
79576 Weil am Rhein Friedlingen - Am Kesselhaus 23 - www.museen-weil.de
Telefon: + 49 (0)7621 704416 - Mail: kulturamt@weil-am-rhein.de
 
4.11.2018 - 7.07.2019 - Genug Stoff für Neues!?! - Zeitenwende in Friedlingen
 
NEU: Jeden Sonntag von 14.00 - 18.00 Uhr geöffnet (und bei Wochenendveranstaltungen im Kesselhaus)
Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage
 
Info:
Kulturamt Stadt Weil am Rhein, Humboldtstr. 2, 79576 Weil am Rhein

Tel: 07621/704416, s.kern@weil-am-rhein.de; kulturamt@weil-am-rhein.de

Donnerstag, 21. Juni 2018

Mitgliederversammlung des Vereins Kulturzentrum Kesselhaus am 7. Juni 2018

      Bei der Mitgliederversammlung begrüßte die Vorsitzende Ute Delatorre
      alle Anwesenden. Das Protokoll der letzten Jahresversammlung wurde
      einstimmig genehmigt. Der zweite Vorsitzende Tonio Paßlick hielt
      einen Rück- und Ausblick auf die Veranstaltungen im Kesselhaus.
      Besonders erwähnte er die Dauerläufer: Frauenflohmarkt,
      Kunsthandwerksmarkt, Grenzenloses Erzählforum, Kesseldisco,
      Tango-Nächte, Bluesnächte in Kooperation mit Exbluesive,  Konzerte
      mit Liedermachern und Songschreibern, das Repair-Café in Kooperation
      mit der VHS, Theaterveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Tempus
      Fugit, eigene
      Theaterproduktionen von Simone Lüdi, die Kindertheater-Aufführungen
      in Kooperation mit dem Familienzentrum Wunderfitz, Vorträge der
      Fotografischen Gesellschaft Dreiland,
      Dazu gab Tonio Paßlick Hinweise zu neuen infrastrukturellen
      Maßnahmen: die Website wird von Elisa Tanneberg-Passlick gestaltet,
      ein Nottelefon und ein Defibrillator wurden installiert. Die WWT als
      Verpächterin hat nach Brandschutz-Auflagen eine Beschattungsanlage
      auf dem Glasdach installieren lassen. In diesem Sommer wird das
      Kulturamt noch eine elektrische Verdunkelungsanlage anbringen lassen.
      Hans-Jürgen Friedrich verlas den Kassenbericht. Die Kasse wurde von
      Heinz Nüsslein und Veronika von Oeynhausen geprüft. Es gab keine
      Beanstandungen, somit wurde der Kassierer entlastet.
      Weiter berichtete er, dass der Mitgliederstand sich um 2 Personen
      erhöht hat. Von den 90 Mitgliedern haben bisher ein Drittel die neue
      Datenschutzverordnung unterschrieben zurückgeschickt. Er wird noch
      einmal daran erinnern.
      Zum Tagespräsident wurde Helmut Bleier ernannt. Er bat um Entlastung
      des gesamten Vorstandes, was ohne Gegenstimme bestätigt wurde.
      Im Rahmen einer Gruppenabstimmung wurde der gesamte Vorstand
      satzungsgemäß wie folgt ohne Gegenstimme gewählt:
      1. Vorsitzende Ute Delatorre
      2. Vorsitz. Tonio Paßlick (Personalunion: Medien und Programm)
      3. Schriftführerin Eveline Günther-Thietke (Personalunion
      Kunsthandwerksmarkt)
      4. Kassierer Hans-Jürgen Friedrich
      Beiräte
      Elisa Tanneberg-Paßlick (Bar + Website)
      Veronika v. Oeynhausen (Kreativkurse)
      Doris Sicklinger (Flohmarkt/Theater)
      Antje Lauber (Frauenflohmarkt)
      Tommi Monske (Kessel-Disko)
      Heinz Nüsslein (Museum Weiler Textilgesch. + Kassenprüfung)
      Monika Merstetter (Kulturring und Kassenprüfung)
      Ateliersprecher - jeweils die im einjährigen Turnus gewählten Ateliersprecher
Dienstag, 10. April 2018

Kesselhaus-Künstler stellen im Stapflehus aus

Vernissage: Samstag, 21. April, 18 Uhr, Städtische Galerie Stapflehus, Bläsiring 10 am Lindenplatz www.stapflehus.de

 

Kunst nimmt im Spektrum der kulturellen Angebote in Weil am Rhein einen wichtigen Anteil ein. Neben bedeutenden Galerien, einem aktiven Kunstverein, der Kunst im öffentlichen Raum mit zwei grenzüberschreitenden Kunstwegen oder Urban Art in Friedlingen und dem ART-Dorf Ötlingen liegt dies vor allem an den Ateliers im Kesselhaus. Seit 1995 sind rund um das Kulturcafé Kesselhaus als Teil des Kulturzentrums 22 Ateliers an professionelle Künstler aus dem Dreiland verpachtet. Regelmäßige gemeinsame Öffnungstage und viele internationale Ausstellungsprojekte haben den Ruf der Ateliers in der Kunstszene etabliert. Das Kulturamt hat die Künstler(innen) nun eingeladen, in einer gemeinsamen Ausstellung in der städtischen Galerie Stapflehus mit dem Titel "Das Kesselhaus im Stapflehus" aktuelle Werke zu zeigen. Bei der Vernissage am Samstag, den 21. April um 18 Uhr und während der Kulturnacht am 4. Mai von 19 bis 24 Uhr werden viele Künstler persönlich anwesend sein. Die Ausstellung ist geöffnet an Samstagen von 15 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen (wie dem 1. Mai und Christi Himmelfahrt) von 14 bis 18 Uhr. Sie dauert bis zum 27. Mai.

An der Ausstellung nehmen folgende Künstler(innen) teil: Volker Bessel, Ildiko Csapo, Paul Feeney, Nicole Franke, Gruppe "Landscape", Patrick Luetzelschwab, Gabriele Moll, Brunone Morandi, Marie-Louise Raue, Natascia Scarpa, Isa Schäfer, Kathrin Stalder, Niels Tofahrn, Dorothée Rothbrust, Elisabeth Veith, Markus Voellmy, Maritta Winter und Aline Zeltner.

 

Dienstag, 10. April 2018

Nachruf Paul Kochka-Thévènet

Paul Kochka-Thévènet am 20. Februar gestorben

Paul Thévènet hat sich schon frühzeitig den Künstlernamen "Kochka" (die Katze) gegeben. Der Spitzname passte für einen Menschen, für den sich alles im Leben um Kunst drehte. Am 20. Februar ist der von Kollegen im Kesselhaus, von Kunstfreunden und Kursbesuchern menschlich wie künstlerisch hoch geschätzte Franzose in einem Pflegeheim in Niedergebisbach (Hotzenwald) im Alter von 87 Jahren gestorben.

Er wohnte lange in Lörrach und ist einer der ersten Generation der Künstler im Kesselhaus, die 1995 ihr Atelier bezogen haben. Im rückwärtigen Flurbereich fand  der Besucher sein Atelier. Kohle- und Bleistiftzeichnungen weisen den Weg zum einzigen Franzosen der Ateliergruppe. Paul Kochka-Thévénet hat bei einer Ausstellung in der städtischen Galerie Stapflehus anlässlich seines 80. Geburtstag die Zuneigung seiner Kollegen im Kesselhaus erfahren dürfen, die ein Porträt des welterfahrenen Bildhauers und Zeichners aus Lyon für ihn konzipierten. Porträts, Akte, Katzenmotive, subtilen Studien, Zeichnungen und Terrakottafiguren: ein Ausschnitt seines Lebenswerks. Sein Studio schien einem Skizzenbuch aus der Zeit Rodins entlehnt worden zu sein. Tatsächlich atmen die naturalistischen Porträts und Aktzeichnungen, die Detailbeschreibungen von Räumen und Objekten den Sinn und das Verständnis für seelische Impulse. Bis ins hohe Alter gab  der Künstler noch Kurse in Volkshochschulen zwischen Weil und Waldshut, unermüdlich war er bei der Arbeit an etruskisch inspirierten Keramikobjekten oder Skizzen zu sehen. Als künstlerisches Faktotum wirkte er auch lange Jahre beim Weiler Museumskreis mit, wo ihm die Visualisierung abstrakter Themen mit außerordentlicher Subtilität in großformatigen Bildern gelang.

Sein Metier hat er von der Pike auf gelernt an der Akademie des Beaux Arts seiner Heimatstadt Lyon. Die figürliche Bildhauerei, das Aktzeichnen, das Porträtzeichnen, das fundierte Studium der menschlichen Proportionen, der Anatomie, das sind Dinge, auf denen seine Arbeiten basieren. Die Figur, der Akt, das Porträt sind bis heute seine großen Themen geblieben. "Aber ich arbeite jetzt mehr mit ganz einfachen Linien" sagte der über 80jährige.

Zahllose Zeichnungen, Aquarelle und Pastelle sind in den mehr als 65  Jahren seines Schaffens entstanden. Sein Lebensweg führte ihn in jungen Jahren nach Paris und Brüssel, wo er namhaften Künstlern, wie André Malraux und Henry Miller begegnete. Von einem russischen Immigranten in Brüssel erhielt Paul Thévenet den Beinamen «Kochka» -die Katze, den er bis zu seinem Tod beibehalten hatte. Während seiner Zeit in Deutschland (nach 1964) spezialisierte er sich zunächst besonders auf seine berühmten Zeichnungen und seit 1988 mehr und mehr auf Skulpturen und Plastiken.

Arbeiten von Paul Kochka-Thèvénet waren immer wieder im Kulturcafé des Kesselhauses zu sehen. Vor zwei Jahren wurde ihm anlässlich seines 85. Geburtstages von seinen Künstlerkollegen im Kesselhaus eine Sonderausstellung im Atelier von Kathrin Stalder organisiert. Im Jahr 2010 widmete ihm das Kulturamt im Stapflehus eine Sonderausstellung zu seinem 80. Geburtstag.

Beim ART-Dorf Ötlingen beteiligte er sich mit einer Terracotta-Plastik,  der er den Namen "La Pisseuse" gab. Die Plastik überließ er der Stadt Weil am Rhein für die Dauer-Ausstellung im ART-Dorf. Sie steht im Garten des Hauses Dorfstraße 87.  

Paul Kochka-Thévènet wurde gerade im hohen Alter von Menschen unterstützt, die seine liebenswerte Ausstrahlung, seinen französischen Charme, sein künstlerisch authentisches Wirken und gleichermaßen ungekünsteltes menschliches Engagement für gemeinsame Projekte schätzen und lieben gelernt hatten. Ein Ehepaar hat ihn in seinem letzten Lebensjahr auf dem Hotzenwald auf rührende Weise begleitet. Auch viele Schüler, Kollegen und  Freunde werden die Begegnungen , Gespräche und Erlebnisse mit dem Mann mit der Latzhose und dem freundlichen Lächeln  schmerzlich vermissen.

Dienstag, 10. April 2018

Nachruf Holger Kröner

Kesselhaus-Künstler Holger Kröner am 19. März verstorben

Holger Kröner war seit der Eröffnung der Ateliers im Kesselhaus im Jahr 1995 einer der prägenden Künstler in der Weiler Ateliergruppe. Vier Jahre lang war er Vorsitzender und anschließend Stellvertreter im Verein Kulturzentrum Kesselhaus, zehn Jahre engagierter Ateliersprecher, der einen großen Teil zum grenzüberschreitend guten Ruf der Ateliers in Friedlingen beigetragen hat. Am Montag ist er nach längerer schwerer Erkrankung in Lörrach gestorben.

Geboren und aufgewachsen war Holger Kröner im hessischen Bad Vilbel, wo er nach seinem Abitur zunächst ein Studium der Feinwerktechnik abschloss und dann bis in die späten 80er-Jahre als Diplom-Ingenieur tätig war. Der Kontakt zu Künstlern und insbesondere der Unterricht bei Rolf Samuel in Lörrach und Günter Jentsch in Düsseldorf brachte ihn dazu, seine künstlerischen Ideen hauptberuflich umzusetzen.  Von 1989 bis 1993 studierte er Malerei an der Neuen Kunstschule in Zürich, seit 1995 faszinierte er viele Kunstfreunde, Kollegen und Schüler mit seinen "Earthpaintings".

Für seine archaisch anmutenden, teilweise reliefartigen Bilder setzte er ursprüngliche Naturmaterialien ein: tonige Erden, Sand, Stein aus Europa, aus australischen, arabischen, afrikanischen oder südamerikanischen Wüsten. Helle Sandtöne, warme, leuchtkräftige Erden in verschiedener Konsistenz, schwarze, grüne, bläuliche Steine bilden in seinen Werken Schwerpunkte, Beziehungsgeflechte oder Blickpunkte. Mit diesen „Urelementen“ gelang es Holger Kröner, seine Themen und Vorstellungen adäquat in Bildern umzusetzen.

Viele Ausstellungen in Galerien des Dreilands ließen in ihn der weiteren Region bekannt werden. 2002 und 2010 widmete ihm die städtische Galerie Stapflehus Ausstellungen, 2012 war er auch bei einer Ausstellung im Triangle in Hüningen beteiligt, im Jahr 2003 wurde ihm der Markgräfler Kunstpreis zugesprochen. Im Büro des Weiler Oberbürgermeisters Wolfgang Dietz hängt ein Earthpainting mit dem Titel "Zu neuen Horizonten", dass der Oberbürgermeister der Stadt nur wenige Monate nach Arbeitsaufnahme erworben hatte. Seit war es immer wieder Anknüpfungspunkt für Gespräche über Kunst.

In den letzten Jahren musste Holger Kröner seiner Erkrankung Tribut zollen. Dennoch hielt er am Atelier im Kesselhaus fest, seine Frau Karin und Freunde ermöglichten die Öffnung des Ateliers an den Kesselhaus-Öffnungstagen.

“Der frühe Mensch hat bereits Erde als farbgebendes Element erkannt und sich ihrer bei Kult und Ritualen bedient,” hat Kröner einmal gesagt. Und in einer zentralen Regionen der europäischen Geschichte, nämlich den sandigen Hochebenen Anatoliens hat Holger Kröner die erdigen Farben mit auf die künstlerische Reise genommen.

"Holger Kröner muss nicht an diesen Orten gewesen sein, er nimmt uns auf eine virtuelle Reise mit zu den Inseln im Landmeer unserer globalen kulturellen Selbstvergewisserung", sagte der Weiler Kulturamtsleiter Tonio Paßlick bei einer Vernissage-Rede. Aus dem Stoff werden Bilder, Vorstellungen, Meditationen. Ein Bild heißt wirklich “Die Geister die ich rief…” und beschreibt die Wirkungen intensiver Reflektion über den eigenen Bezug zu den Ursprüngen und Leuchttürmen dieser Erde. Zwischen der Demut vor den organischen Prozessen wie den warmen Tönen von Blättern, die in Wellen übergehen über die erkennbaren Fixierungen auf wichtige Orientierungen wie das kretische Lentas oder die Pyramide von Gizeh und das legendäre Troja. Die wesentlichen Impulse des Lebens sind auch in ihrer Abstraktion sehr konkret, wenn man sich ihrer Aura und Ihrer geistigen Anziehung aussetzt: so bildet sich der Dialog des Künstlers mit seinen Fragen im künstlerischen Prozess ab, “Spuren”, “In Search” sind Wegmarken des Dialogs, der nicht nur nach physischen Orten fragt, sondern auch in anderen Koordinatensystemen denkt: hin zum “Zeitenbaum” in “Fremde Welten” hinein…"

Mit seinem aufmerksamen, empathischen Wesen und seiner ständigen Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten wird Holger Kröner bei Künstler-Kollegen, Sammlern und Freunden in zeitloser Erinnerung bleiben.

 

Donnerstag, 23. November 2017

Ab 05.11. - Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte

Sonderausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte

Die Ausstellung mit dem Titel "Bakuba Design - Textilkunst aus dem Herzen Afrikas" zeigt eine Auswahl an Raphiatextilien der Bakuba aus dem zentralafrikanischen Kongogebiet. Die
Webstücke bestechen durch die Einzigartigkeit ihrer dekorativen geometrischen Muster, die heute in der Mode und in der modernen Wohnkultur hochaktuell sind. Auch die Künstler der klassischen Moderne wie Henri Matisse, Paul Klee und Pablo Picasso ließen sich schon im frühen 20. Jahrhundert von diesen traditionellen Designs inspirieren und stilbildend beeinflussen.

Die Motive der Bakuba sind auf den ersten Blick streng geometrisch, aber auf den zweiten Blick erkennt man das raffinierte Formenspiel und die Lust an der Improvisation. Das symmetrische Anfangsmuster wird jedoch nicht auf dem ganzen Stoffstück fortgeführt, sondern es verändert sich fließend. Die Stickerinnen spielen mit der Asymmetrie und wandeln die Muster im Fortschreiten der Arbeit fast unmerklich aber stetig ab.
Neben der Formensprache ist auch die handwerkliche Technik der Bakuba bemerkenswert, die zur Herstellung des sogenannten Kasai-Samtes angewandt wird.

Die Ausstellung wird vom 5.11.2017 bis zum 1.07.2018 zu sehen sein. Die Öffnungszeiten des Museums sind jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr.
Anlässlich des Kunsthandwerkermarktes am 11. und 12. November im Kulturzentrum Kesselhaus und anlässlich des Tags der offenen Ateliers der Kesselhaus-Künstler am 3.Dezember hat das Museum von 11-18 Uhr geöffnet. An diesen Tagen ist der Museumseintritt frei.

Kulturzentrum Kesselhaus e.V.
Am Kesselhaus 13
D 79576 Weil am Rhein

 

Informationen zu Veranstaltungen:

Tel. +49 7621 704 412 (städt. Kulturamt)
info@kulturzentrum-kesselhaus.de

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